Berlin-Hamburg: ICE-Lokführer stoppt - und sichert Bahnübergang selbst

Datum27.05.2026 17:06

Quellewww.zeit.de

TLDREin ICE-Lokführer auf der Strecke Berlin-Hamburg stoppte seinen Zug, um einen Bahnübergang bei Stendal eigenständig zu sichern. Grund war eine kurzzeitige Störung, die eine manuelle technische Sicherung durch den Lokführer nach Anweisung der Fahrdienstleitung erforderte. Dieses seltene, aber regelkonforme Vorgehen verhinderte eine Streckensperrung und beeinträchtigte zu keiner Zeit die Sicherheit. Die Fahrgäste wurden informiert, der Zug konnte nach wenigen Minuten weiterfahren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Berlin-Hamburg“. Lesen Sie jetzt „ICE-Lokführer stoppt - und sichert Bahnübergang selbst“. Der Lokführer eines ICE hat auf der Strecke von Hamburg nach Berlin vor einem Bahnübergang gestoppt - und diesen dann selbst gesichert. Es habe eine kurzzeitige Störung an dem Übergang gegeben, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur. "In solchen Fällen sieht das Regelwerk vor, dass der Lokführer den Bahnübergang manuell technisch sichern kann." Er erhalte dafür einen entsprechenden Befehl von der Fahrdienstleitung. "Die manuelle technische Sicherung, die äußerst selten ist, verhindert, dass die Strecke gesperrt werden muss", sagte die Sprecherin. Manuell eingeschaltet wird die Anlage in der Regel an einem Schlüsselschalter. "Die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs ist dadurch zu keiner Zeit beeinträchtigt, es handelt sich um ein regelgerechtes Vorgehen", sagte die Sprecherin.  Der ICE hatte am Dienstagabend nahe Stendal (Sachsen-Anhalt) plötzlich angehalten. Die Fahrgäste wurden per Durchsage darüber informiert, dass der Lokführer den Zug verlasse, um den Übergang zu sichern. Nur wenige Minuten später fuhr der Zug weiter. © dpa-infocom, dpa:260527-930-136945/1