Datum27.05.2026 16:01
Quellewww.spiegel.de
TLDREin neuseeländisches Papageienpaar, Nacho und Trixie, leistet einen entscheidenden Beitrag zum Überleben der vom Aussterben bedrohten Kakariki Karaka. Sie sind für über ein Zehntel der derzeit 450 lebenden Vögel verantwortlich. Die Art, die bereits zweimal als ausgestorben galt, ist auf solche erfolgreichen Züchter in Gefangenschaft angewiesen, da wilde Populationen anfällig sind. Experten staunen über die Fortpflanzungsfreudigkeit des Paares, das unermüdlich Nachkommen zur Welt bringt.
InhaltDie Papageienart Kakariki Karaka in Neuseeland ist akut vom Aussterben bedroht. Aber auf ein Paar ist Verlass: 55 der derzeit etwa 450 Vögel wurden von Nacho und Trixie gezeugt. Selbst Experten staunen. Ein besonders fortpflanzungsfreudiges Papageienpärchen in Neuseeland trägt eifrig zum Erhalt seiner bedrohten Art bei: Das Männchen Nacho und die Papageiendame Trixie sind allein für mehr als ein Zehntel der derzeit lebenden Population der Papageienart Kakariki Karaka verantwortlich. Das berichtet die Organisation Isaac Conservation and Wildlife Trust in Christchurch. Kakariki Karaka sind in Neuseeland beheimatet, gelten aber als akut bedroht. Sie wurden bereits zweimal für ausgestorben erklärt, bis wieder lebende Exemplare entdeckt wurden. Derzeit gibt es etwa 450 Exemplare der grünen Sittiche, die meisten in Schutzgebieten oder auf abgelegenen Inseln. Doch die Art kann auf Nacho und Trixie zählen: Das Paar hat bereits 55 Küken das Leben geschenkt, davon allein 33 in diesem Jahr. "Eigentlich ist die Brutsaison beendet, aber sie legt weiter Eier und zieht Küken auf", sagte Experte Leigh Percasky über das Verhalten von Trixie. "Eigentlich wäre es uns lieber, wenn sie aufhört und sich ausruht, aber das scheint sie nicht vorzuhaben – derzeit hat sie wieder sieben Jungtiere." Doch auch für Nacho ist der Experte voll des Lobes: "Er muss Nahrung für Trixie und für die Küken suchen. Das ist extrem herausfordernd." Wayne Beggs ist verantwortlich für das Programm zum Schutz der Kakariki Karaka beim neuseeländischen Umweltministerium. Er sagt: Pärchen wie Trixie und Nacho bewahren die seltene Art vor dem Aussterben. Die Nachzucht von Tieren in Gefangenschaft, wie im Fall von Trixie und Nacho, sei unverzichtbar, "weil die wild lebenden Populationen sehr anfällig für Fressfeinde sind". Deshalb müssten Tiere in Gefangenschaft "als Reserve" gehalten werden. Experte Percasky wünscht sich jetzt aber erst einmal eine Pause für Nacho und Trixie bis zur nächsten Brutsaison: "Ich weiß nicht, wo sie all die Energie hernehmen."