Datum27.05.2026 15:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDie EU-Kommission plant neue Regeln für Satellitendienste im 2-Gigahertz-Frequenzband, um die Abhängigkeit von US-Anbietern zu verringern. Zwei Drittel der Lizenzen sollen künftig EU-Unternehmen vorbehalten sein. Ein Drittel der Bandbreite wird für staatliche bzw. sicherheitsrelevante Nutzungen reserviert, die von EU-Betreibern bereitgestellt werden müssen. Der verbleibende kommerzielle Bereich wird zur Hälfte durch EU-Anbieter abgedeckt. Die Auswahl der Anbieter erfolgt weiterhin zentral für die gesamte EU.
InhaltFür sicherheitsrelevante Frequenzen will die EU weniger Lizenzen an ausländische Satellitendienste vergeben. Zwei Drittel davon sollen EU-Anbietern vorbehalten sein. Mit neuen Regeln für die Vergabe von Lizenzen für satellitengestützten Mobilfunk will die EU-Kommission die Abhängigkeit von den USA in diesem Bereich reduzieren. Dabei geht es um Teile des 2-Gigahertz-Frequenzbands, das eine Rolle bei kritischer Infrastruktur spielt. Zwei Drittel der Lizenzen für diese Satellitendienste sollen künftig laut einem Vorschlag der EU-Kommission Anbietern aus der EU vorbehalten sein. Bislang haben die US-Unternehmen Viasat und Echostar EU-weite Lizenzen. Die künftigen Anbieter sollen 2027 unter neuen Regeln, aber weiterhin zentral für die ganze EU ausgewählt werden. So will die EU-Kommission künftig ein Drittel der Bandbreite für staatliche Nutzung reservieren, etwa für kritische Kommunikation, Sicherheit und Militär. Dieser Bereich muss dem Vorschlag zufolge von einem EU-Betreiber bereitgestellt werden. Zwei Drittel des 2-Gigahertz-Bands sollen dementsprechend für die kommerzielle Nutzung bereitstehen, etwa für Fitnesstracker oder die Notfallkommunikation durch die direkte Verbindung von Smartphones und Satelliten. Die Hälfte dieses kommerziellen Bereichs soll ebenfalls von EU-Anbietern bereitgestellt werden, die andere Hälfte kann sowohl an Betreiber mit Sitz innerhalb als auch außerhalb der EU vergeben werden. Dieser Artikel wird weiterhin aktualisiert.