Arbeitsmarkt: Menschen mit hoher Bildung haben die längste Lebensarbeitszeit

Datum27.05.2026 14:37

Quellewww.zeit.de

TLDRMenschen mit hoher Bildung haben trotz späterem Berufseinstieg die längste Lebensarbeitszeit in Deutschland. Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zeigt, dass dies auf eine durchgehend höhere Erwerbstätigenquote und höhere Wochenarbeitszeiten zurückzuführen ist. Diese Faktoren gleichen den späten Einstieg in das Berufsleben aus.

InhaltHochgebildete Menschen starten später in den Job. Trotzdem bleiben sie mit Abstand am längsten im Arbeitsleben, zeigt eine neue Studie. Das hat zwei Gründe. Wer über eine hohe Bildung verfügt, arbeitet in Deutschland im Durchschnitt am längsten. Das zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung. "Ein Studium führt also nicht zwangsläufig zu einer verkürzten Lebensarbeitszeit." sagte Co-Autor Harun Sulak zur Vorstellung der Studie. Wegen langer Ausbildungszeiten steigen hochgebildete Menschen im Durchschnitt später in das Erwerbsleben ein. Trotzdem arbeiten sie länger. Laut Sulak hat das zwei Gründe: "Die vergleichsweise hohe Lebensarbeitszeit [...] lässt sich vor allem auf ihre durchgehend höheren Erwerbstätigenquote zurückführen", sagt er. Zusammen mit höheren Wochenarbeitszeiten würde das den späten Eintritt in das Erwerbsleben ausgleichen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.