Datum27.05.2026 13:44
Quellewww.zeit.de
TLDRForscher arbeiten an Pilotprojekten zur Reduzierung des Wasserverbrauchs in Krankenhäusern, der derzeit bis zu 600 Liter pro Tag und Bett beträgt. Kernbereiche sind Dialyse und Sterilgutversorgung, aber auch kleinere Verbraucher summieren sich. Geplant ist die Nutzung von Regen- oder Grauwasser zur Halbierung des Trinkwasserverbrauchs, die Entwicklung neuer Abwasserreinigungstechnologien sowie die Rückgewinnung von Wärme. Die Ansätze werden am Universitätsklinikum Halle getestet und sollen auf andere Gesundheitseinrichtungen übertragbar sein.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pilotprojekt“. Lesen Sie jetzt „Forscher: Wie im Gesundheitswesen weniger Wasser nötig wäre“. Eine Gruppe von Forscherinnen und Forscher will Möglichkeiten zur Senkung des Wasserverbrauchs in Krankenhäusern entwickeln. Große Mengen Wasser entfielen beispielsweise auf die Dialyse oder die Sterilgutversorgung, erklärte der Leiter des Projektes und Laborleiter am Institut für Umwelttoxikologie der Universitätsmedizin Halle, Felix Glahn. "Aber auch viele kleinere Verbraucher wie Spül- und Waschmaschinen summieren sich im Klinikalltag schnell", sagte er. Dem Forschungsteam nach werden in Krankenhäusern derzeit bis zu 600 Liter Wasser pro Tag und belegtem Bett verbraucht. Nun sollen die Verbräuche und Abwasserströme genauer in den Blick genommen werden. "Erste Erfahrungen aus anderen Kliniken zeigen, dass sich der Trinkwasserverbrauch nahezu halbieren lässt, etwa durch die Nutzung von Regen- oder Grauwasser", so Glahn. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen unter anderem neue Verfahren zur Reinigung von Abwasser entwickeln. Dabei geht es unter anderem darum, Rückstände von Arzneimitteln oder Krankheitserregern aus dem Wasser zu entfernen. Außerdem sollen Möglichkeiten gefunden werden, die im Abwasser enthaltene Wärme zurückzugewinnen. Die neuen Ansätze sollen am Universitätsklinikum Halle auf ihre Wirtschaftlichkeit und Effizienz hin getestet werden. Ziel sei aber, Lösungen zu finden, die auch in anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens angewendet werden können, hieß es. © dpa-infocom, dpa:260527-930-135413/1