Datum27.05.2026 13:33
Quellewww.zeit.de
TLDRDer ADAC kritisiert den langsamen Preisrückgang bei Benzin und Diesel an Tankstellen. Trotz gesunkener Ölpreise sind die Kraftstoffe weiterhin deutlich teurer als vor dem Iran-Krieg. Laut ADAC geben Mineralölkonzerne günstigere Einkaufspreise nur zögerlich an die Kunden weiter, während Preiserhöhungen oft sofort umgesetzt werden.
InhaltBinnen einer Woche ist Benzin knapp drei, Diesel mehr als vier Cent billiger geworden. Der ADAC hält die Preise aber weiterhin für zu hoch. Der ADAC hält den Rückgang von Preisen für Benzin und Diesel für zu langsam. Der Preisrückgang an den Tankstellen sei "viel zu gering", teilte der Autofahrerverband mit. Damit bezog er sich auf die Entwicklungen an den Zapfsäulen in den vergangenen Tagen: Binnen einer Woche ist der Preis für Benzin der Sorte E10 um 2,7 Cent pro Liter gesunken, der Preis für Diesel um 4,5 Cent. Am Dienstagvormittag kostete ein Liter E10 im bundesweiten Durchschnitt 1,981 Euro, ein Liter Diesel 1,952 Euro. Beide Kraftstoffe sind damit allerdings trotz des Tankrabatts noch gut 20 Cent pro Liter teurer als vor Beginn des Irankrieges: Vor Kriegsbeginn lag der Preis sowohl für Diesel als auch für Benzin zwischen 1,70 und 1,80 Euro. Hintergrund der ADAC-Kritik am langsamen Rückgang der Preise ist der jüngste Rückgang des Ölpreises. Inmitten laufender Verhandlungen um ein mögliches Ende des Irankrieges ist der Preis für Rohöl der Sorte WTI von etwa 105 Dollar auf 90 Dollar pro Barrel (159 Liter) gesunken. "Ein weiteres Mal bestätigt sich damit, dass günstigere Einkaufsbedingungen von den Mineralölkonzernen nur verlangsamt an die Kunden weitergegeben werden", sagte ein ADAC-Sprecher. Ein höherer Ölpreis komme hingegen "meist unverzüglich an den Zapfsäulen" an. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.