Krieg: Russland und Ukraine überziehen sich mit schweren Angriffen

Datum27.05.2026 08:24

Quellewww.zeit.de

TLDRRussland und die Ukraine haben sich in der Nacht mit schweren Drohnen- und Raketenangriffen überzogen. Russland meldet Verletzte in Taganrog und Vorfälle in Tuapse, Woronesch und auf der Krim, darunter mutmaßliche Angriffe auf eine Raffinerie und einen Militärflugplatz. Die Ukraine berichtet von russischen Angriffen in Dnipropetrowsk und Tschernihiw, bei denen Menschen verletzt und ein Unternehmen beschädigt wurden. Die genauen Schäden sind teilweise unklar.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Krieg“. Lesen Sie jetzt „Russland und Ukraine überziehen sich mit schweren Angriffen“. Russland und die Ukraine haben in der Nacht erneut schwere Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeneinander gestartet. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen durch einen Raketenangriff verletzt worden. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa bei Telegram mit. Laut dem unabhängigen Internetportal "Astra" wurde bei der Attacke ein Werk zur Flugzeugreparatur getroffen. Einschläge gab es demnach auch in Tuapse, Woronesch und auf der Krim. In Tuapse am Schwarzen Meer soll einmal mehr die örtliche Raffinerie Ziel der Angriffe gewesen sein. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Zudem riefen offiziellen Angaben nach Drohnentrümmer im Hafengelände einen Brand hervor. In Woronesch wurde Medienberichten zufolge ein Militärflugplatz getroffen.  Auf der von Russland seit 2014 annektierten Krim gab es Einschläge in der Hauptstadt Simferopol und dem Marinehafen Sewastopol. Die Hafenstadt sei mit Drohnen und Marschflugkörpern attackiert worden, teilte der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswosschajew, mit. Er berichtete von Schäden an der Filiale der russischen Zentralbank und einem Wohnhaus. Personen kamen demnach nicht zu Schaden. Medienberichte über einen Einschlag im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte wurden offiziell bislang nicht bestätigt. Auf der Gegenseite wurden in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sechs Menschen durch russische Angriffe verletzt, darunter ein Minderjähriger. Das russische Militär habe bei den Attacken Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt, schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha. Einschläge gab es demzufolge auch in der Region Tschernihiw nördlich von Kiew. Ein Unternehmen in der Stadt sei beschädigt worden, Verletzte gebe es nicht, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Dmytro Bryschynskyj mit. © dpa-infocom, dpa:260527-930-133678/1