Gesundheitsreform: Bayern strebt Änderungen an der Gesundheitsreform im Bundesrat an

Datum27.05.2026 06:44

Quellewww.zeit.de

TLDRBayern will im Bundesrat Änderungen an der Gesundheitsreform einreichen, um Haus- und Fachärzte zu entlasten und Wartezeiten zu verkürzen. Gesundheitsministerin Gerlach fordert eine stärkere Förderung ambulanter Operationen. Dies könnte jährlich Einsparungen von etwa acht Milliarden Euro für die gesetzliche Krankenversicherung ermöglichen. Die Bundesregierung plant Entlastungen von 16,3 Milliarden Euro, um Beitragssteigerungen zu verhindern.

InhaltBayern kündigt an, im Bundesrat Änderungsanträge zur Gesundheitsreform einzureichen. Mehr ambulante Operationen könnten die gesetzlichen Krankenkassen entlasten. Bayern will im Bundesrat Änderungen an der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung beantragen. Dies sagte die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) der Augsburger Allgemeinen. Nach Ansicht der CSU-Politikerin könnten durch die Pläne der Bundesregierung große Belastungen der Haus- und Fachärzte und längere Wartezeiten bei Arztbesuchen entstehen. Die Änderungsanträge der bayerischen Länderkammer sollen hier ansetzen. Gerlach forderte eine massive Förderung ambulanter Operationen, um den Kassen tatsächliche Kostensenkungen zu ermöglichen. Untersuchungen zeigten nach Angaben der CSU-Politikerin ein Potenzial bei mehr als vier Millionen Behandlungsfällen pro Jahr. Daraus ergäben sich "bei einem konsequenten Vorgehen" mögliche Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von rund acht Milliarden Euro pro Jahr. Mit der Gesundheitsreform will die Bundesregierung für das kommende Jahr Entlastungen für die gesetzliche Krankenversicherung in Höhe von 16,3 Milliarden Euro erreichen. Dadurch soll ein weiterer Anstieg der Kassenbeiträge verhindert werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.