Datum27.05.2026 04:20
Quellewww.zeit.de
TLDRLaura Siegemund kritisiert Naomi Osakas ausgedehnte Garderobenwechsel bei den French Open. Siegemund äußert sich frustriert, dass größere Namen wie Osaka offenbar mehr Zeit für solche Aktionen erhalten, während ihre eigene Spielezeit genau überwacht wird. Osaka hingegen sieht in ihren modischen Auftritten eine Möglichkeit, sich auszudrücken und dem Tennis eine unterhaltsame Seite zurückzugeben, ähnlich wie einst die Williams-Schwestern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „French Open im Tennis“. Lesen Sie jetzt „Siegemund hat "ein Problem" mit Osakas Modenschau“. Die deutsche Tennisspielerin Laura Siegemund hat mit unverhohlener Kritik auf den Mode-Auftritt ihrer Gegnerin Naomi Osaka bei den French Open reagiert. Es werde bei den Grand-Slam-Turnieren mittlerweile auf jede Sekunde geachtet, "und sie kann sich noch anderthalb Minuten umziehen, da habe ich dann ein Problem damit", sagte die 38-Jährige nach dem 3:6, 6:7 (3:7) bei Eurosport. Das sei ein Beispiel, bei dem "einmal mehr größere Namen auch anders behandelt werden", meinte die Weltranglisten-47.: "Das ist das Einzige, was mich da interessiert. Ob jemand da mit der Schleppe kommt oder nicht, das ist mir relativ wurscht." Die für ihre extravaganten Outfits bekannte Osaka war in einem Glitzer-Outfit zur Erstrundenpartie gegen die Deutsche auf dem Court Suzanne-Lenglen erschienen: Das schwarze Gewand legte die Japanerin nach dem Einlaufen auf der Bank ab, zum Vorschein kam dann ein gold-glitzerndes Matchdress. "Weißt du, wenn der Eiffelturm nachts funkelt? Ich denke irgendwie, dass ich so aussehe", sagte Osaka nach ihrem hart erkämpften Sieg auf dem Platz zur Interviewerin. Und was sagt Siegemund zur Optik? "Das ist mir völlig egal", sagte sie: "Also ich komme daher, um Tennis zu spielen und keine Modenschau zu machen. Wenn andere eine Modenschau machen, dann sollen sie das machen, das ist okay für mich." "Ich rede nicht viel, deshalb kann ich durch meine Kleidung sprechen", hatte die 28-jährige Osaka kurz vor Turnierstart gesagt: "Ich glaube, das ist der spaßige Teil. Ich finde, das ist im Tennis ein bisschen verloren gegangen." Sie selbst habe in ihrer Kindheit immer gerne die Outfits der Williams-Schwestern Serena und Venus angeschaut. © dpa-infocom, dpa:260527-930-133077/1