Datum26.05.2026 18:44
Quellewww.zeit.de
TLDREin US-Bundesgericht hat Alabamas Plan zur Neuzuschneidung von Wahlkreisen gestoppt, da er diskriminierend sei und nur einen Bezirk mit schwarzer Mehrheit zulasse. Alabama muss die bisherige Wahlkreiseinteilung für die Wahlen 2024 beibehalten. Ziel der Republikaner war es, den Sitz des demokratischen Abgeordneten Shomari Figures zu gewinnen. Alabama kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Figures rechnet mit einem langwierigen Rechtsstreit.
InhaltEin US-Bundesgericht verhindert einen neuen Wahlkreiszuschnitt in Alabama. Es gäbe dann nur noch einen Bezirk mit schwarzer Mehrheit – das sei diskriminierend. Ein US-Bundesgericht hat den Plan der Republikaner gestoppt, Wahlkreise im Bundesstaat Alabama neu zuzuschneiden. Das Vorhaben lasse nur einen Bezirk mit schwarzer Mehrheit zu und sei damit vorsätzlich diskriminierend, begründete das Gericht in einer einstweiligen Verfügung. Alabama müsse demnach auch in diesem Jahr den für die Wahlen 2024 angeordneten Wahlkreiszuschnitt verwenden. In einem weiteren Schritt kann Alabama jedoch noch beim Obersten Gericht Berufung einlegen. Die Republikaner wollen eine Wahlkreiskarte durchsetzen, die ihnen für die Zwischenwahlen im November die Chance eröffnet, den Sitz des demokratischen US-Abgeordneten Shomari Figures zu gewinnen. Figures teilte mit, dass er mit einem längeren Rechtsstreit rechnet. "Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber es ist noch ein langer Weg, bis dieser Kampf entschieden ist", sagte er. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.