Kriminalität: Verabredung zum Mord? Polizei nimmt mehrere Jugendliche fest

Datum26.05.2026 18:31

Quellewww.zeit.de

TLDRVier Jugendliche (14-16 Jahre) wurden in Esslingen festgenommen, wahrscheinlich um eine Gewalttat zu verhindern. Ein Haftbefehl wegen Verabredung zum Mord wurde gegen einen Jugendlichen erlassen, ein anderer ist wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs in U-Haft. Zwei weitere wurden entlassen. Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf eine geplante Tat zum Nachteil eines Jugendlichen. Sichergestellte Handys und Datenträger werden ausgewertet. Die Polizei macht aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Minderjährigen keine weiteren Angaben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Verabredung zum Mord? Polizei nimmt mehrere Jugendliche fest“. Polizisten haben in Esslingen bei Stuttgart vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren festgenommen – und so mutmaßlich eine Gewalttat verhindert. Sie sollen eine schwere Straftat zum Nachteil einer weiteren Person geplant haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg gemeinsam mitteilten. Durch den schnellen Zugriff habe die Tat verhindert werden können.  Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich einem Sprecher zufolge ebenfalls um einen Jugendlichen. Die Verdächtigen wurden bereits vergangenen Freitag nahe einer Schule im Stadtteil Oberesslingen festgenommen. Gegen einen Beschuldigten wurde demnach ein Haftbefehl wegen Verabredung zum Mord erlassen und in Vollzug gesetzt. Ein Zweiter sitzt wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft.  Die zwei anderen Jugendlichen kamen wieder auf freien Fuß. Ein Richter erließ zunächst keine Haftbefehle und begründete das dem Sprecher zufolge mit einem mangelnden dringenden Tatverdacht. Bei einem der Verdächtigen fanden die Polizisten demnach bei der Festnahme einen Schlagring. Bei anschließenden Durchsuchungen seien zudem mehrere Handys und Datenträger sichergestellt worden. Diese sollen nun ausgewertet werden. Auf die geplante Tat waren Beamte des Cybercrime-Zentrums im Zuge anderer Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs gestoßen. Weitere Einzelheiten – beispielsweise zur geplanten Tat – waren zunächst nicht bekannt. "Aus ermittlungstaktischen Gründen und in Hinblick auf den Schutz des Persönlichkeitsrechts der minderjährigen Beschuldigten können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden", hieß es von den Ermittlern. © dpa-infocom, dpa:260526-930-132244/1