Nach Einsturz: Vier Entwürfe für neue Carolabrücke vorgestellt

Datum26.05.2026 17:05

Quellewww.zeit.de

TLDRNach dem Einsturz der Dresdner Carolabrücke wurden vier Neubau-Entwürfe vorgestellt. Diese unterscheiden sich in Brückengestaltung und Uferbereiche, bieten aber funktionale Lösungen für vier Autospuren, die sich harmonisch ins Stadtbild einfügen. Neben technischen Anforderungen beinhalten Vorschläge zusätzliche Elemente wie Balkone oder Skateparks. Eine öffentliche Ausstellung und Online-Abstimmung begleiten das Verfahren, bevor der Stadtrat im September entscheidet. Die Fertigstellung des Neubaus ist für 2031 geplant.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Einsturz“. Lesen Sie jetzt „Vier Entwürfe für neue Carolabrücke vorgestellt“. Gut anderthalb Jahre nach dem Einsturz der Dresdner Carolabrücke haben vier Planungsbüros ihre Entwürfe für den Neubau vorgestellt. Sie präsentierten ihre Konzepte einem vom Stadtrat eingesetzten Begleitgremium, wie die Landeshauptstadt mitteilte.  Bei den eingereichten Visualisierungen sind deutliche Unterschiede sowohl am Entwurf für das Bauwerk selbst als auch für die Gestaltung der Uferbereiche zu erkennen. Mal sind die Brückenbögen mehr betont, mal weniger. Einer der Vorschläge bleibt schlicht, bei anderen sind gestalterische Elemente wie Balkone an der Brücke mit Altstadt-Blick oder Beleuchtung am Unterbau eingeplant. Einer der Entwürfe sieht eine Galerie im Brückenkopf, Bänke und einen Skatepark auf der Neustädter Seite vor. Die Planungsbüros hatten für die Erarbeitung der Entwürfe sechs Monate Zeit. Der Stadtrat hatte wesentliche Eckdaten und Rahmenbedingungen für die Ausschreibung festgelegt. So soll der Neubau etwa vier Spuren für den Autoverkehr haben, funktional sein und sich gleichzeitig harmonisch in das historische Stadtbild einfügen. Vorgesehen ist maximal ein Pfeiler in der Elbe. Technische Anforderungen sind: Robustheit, Langlebigkeit und geringer Wartungsaufwand. Das Begleitgremium mit 26 Mitgliedern erarbeitet nun eine Entschlussempfehlung für den Stadtrat. Dem Gremium gehören neben Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne) auch weitere Vertreter aus Politik sowie aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft an. Zusätzlich prüfen die Fachämter der Landeshauptstadt und ein extern besetztes Fachexpertengremium die Entwürfe.  Auch die Stadtgesellschaft ist zur Beteiligung aufgerufen. Am 13. Juni startet im Stadtforum eine öffentliche Ausstellung mit Visualisierungen und Modellen der vier Entwürfe. Dann beginnt auch die Online-Abstimmung "carolaVOTE". Die endgültige Entscheidung liegt aber beim Stadtrat, der am 3. September über die Einreichungen abstimmt. Nach bisheriger Planung soll die Brücke ab Mai 2028 wiedererrichtet und 2031 vollendet werden. Die Carolabrücke – ein Spannbetonbauwerk aus der DDR-Zeit – war in der Nacht zum 11. September 2024 teilweise eingestürzt. Verletzt wurde dabei niemand. Der Abriss dauerte etwa ein Jahr. © dpa-infocom, dpa:260526-930-131868/1