Nachrichtenpodcast: Warum sich der Iran jetzt schon als Gewinner der Verhandlungen sieht

Datum26.05.2026 17:09

Quellewww.zeit.de

TLDRIran erklärt sich trotz US-Angriffen "siegreich" in Verhandlungen, hauptsächlich wegen der Fortschritte im Atomprogramm. Parallel dazu erleben Frankreich und Großbritannien Hitzerekorde, mit bis zu 36 Grad. Eine Studie zeigt, dass zwei Drittel der Hitzetoten im letzten Sommer auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Zudem greifen Jugendliche vermehrt zu Vapes, während junge Erwachsene seltener rauchen. Erdoğan setzt sein Vorgehen gegen die türkische Opposition fort.

InhaltTrotz der erneuten US-Angriffe gibt sich der Iran bei den Verhandlungen siegessicher. Was steckt dahinter? Und: Rekordtemperaturen in Frankreich und Großbritannien Montagnacht haben die USA erneut den Iran angegriffen – trotz einer Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Ende des Krieges. Dabei sind nach US-Angaben Raketenabschussrampen und Boote getroffen worden, die Minen verlegen wollten. Die USA bezeichneten den Angriff als Verteidigungsmaßnahme. Iranische Medien berichteten von mehreren Toten. Die iranische Revolutionsgarde drohte mit Vergeltung und gab an, mehrere US-Drohnen abgeschossen zu haben. Parallel dazu laufen die diplomatischen Bemühungen weiter. US-Präsident Donald Trump hatte noch am Samstag verkündet, ein Abkommen sei weitgehend ausgehandelt, dämpfte die Erwartungen an eine schnelle Einigung einen Tag später jedoch wieder. Ein zentraler Streitpunkt bleibt das iranische Atomprogramm. Welche Interessen das iranische Regime bei diesen Gesprächen eigentlich verfolgt und warum es sich selbst zum Sieger der Verhandlungen erklärt, beantwortet Iranexperte und ZEIT-Journalist Omid Rezaee in der heutigen Folge von Was jetzt? Nicht nur in Deutschland ist es in diesen Tagen rekordverdächtig heiß. In Großbritannien und Frankreich war der vergangene Montag der heißeste Maitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 35 Grad wurden in London gemessen, die britische Wetterbehörde spricht von einer beispiellosen Hitzewelle. In Frankreich werden heute sogar bis zu 36 Grad erwartet. Die französische Regierung meldete bereits sieben hitzebedingte Todesfälle. Wie gefährlich solche Extremtemperaturen sind, zeigte sich bereits im vergangenen Sommer. Laut einer Studie des Imperial College London waren zwei Drittel der damaligen Hitzetoten in Europa direkt auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen. Claudia Vallentin aus dem ZEIT-Wissenschaftsressort ordnet die Ursachen der Extremhitze im Podcast ein. Außerdem im Update: Jugendliche greifen wieder häufiger zu Vapes und Zigaretten, junge Erwachsene rauchen seltener. Das zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Und: Nach der Absetzung von Oppositionsführer Özgür Özel geht Präsident Erdoğan weiter gegen die türkische Opposition vor. Nun wurden weitere CHP-Politiker verhaftet. Und sonst so? 300.000 Euro – so viel zahlt Samsung jedem Mitarbeiter als Bonus. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.