Mehr-Religionen-Projekt: Neuer Plan: House of One in abgespeckter Form bis 2030

Datum26.05.2026 14:13

Quellewww.zeit.de

TLDRAufgrund steigender Baukosten wird das interreligiöse Projekt „House of One“ in Berlin abgespeckt. Die Kostensteigerung auf 69,5 Millionen Euro muss durch einfachere Bauweise und wegfallende Räume eingedämmt werden, um die Fördersumme von 40 Millionen Euro einzuhalten. Ein Baubeginn ist für 2028 geplant, die Eröffnung Mitte 2030. Das Haus soll Christen, Muslimen und Juden unter einem Dach einen Ort der Verständigung bieten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Mehr-Religionen-Projekt“. Lesen Sie jetzt „Neuer Plan: House of One in abgespeckter Form bis 2030“. Angesichts stark gestiegener Baupreise werden die Pläne für das interreligiöse Projekt House of One in Berlin-Mitte abgespeckt. Man setze alles daran, bei den Kosten innerhalb der von Bund und Land bewilligten Fördersumme von rund 40 Millionen Euro zu bleiben, teilte der Vorsitzende des Stiftungsrats, Andreas Nachama, fünf Jahre nach der Grundsteinlegung mit. Zuletzt stiegen die prognostizierten Kosten nach seinen Angaben auf 69,5 Millionen Euro. "Diese Preisspirale wollen wir durchbrechen", so Nachama.  Nach Angaben von Verwaltungsdirektor Roland Stolte wurden die Pläne für das House of One daher überarbeitet. Unter anderem sind demnach nun Betonwände statt Mauerwerk geplant und eine einfachere Haustechnik. Zudem fallen bestimmte Räume weg, ohne die grundsätzliche Raumaufteilung und Funktionalität des geplanten Bauwerks zu verändern. Im House of One auf der Spreeinsel nahe des Spittelmarktes sollen Christen, Muslime und Juden unter einem Dach ihre Gottesdienste feiern können. Das Haus soll Kirche, Synagoge und Moschee beherbergen und ein Ort der Verständigung zwischen den Religionen sein.  Nach der offiziellen Grundsteinlegung im Mai 2021 geriet das Vorhaben, für das die Stiftung auch Spenden einwirbt, ins Stocken. Gleichzeitig organisiert die Stiftung schon seit längerem auch interreligiöse Bildungsprojekte etwa mit Schulen oder Unternehmen. Dieses Engagement will sie nach den Worten Nachamas und Stoltes nicht gefährden, indem sie immer mehr Geld in das Bauvorhaben fließen lässt.  Wie Stolte erläuterte, sieht der neue Zeitplan für das Gebäude vor, dass die abgespeckte Variante mit den Geldgebern Bund und Land bis Mitte des Jahres abgestimmt ist. Dann folgen Neuplanungen etwa bei der Statik und die Klärung rechtlicher Fragen, ehe Anfang 2028 Baubeginn sein soll. Klappt alles, könnte des House of One Mitte 2030 eröffnen. Das wären etwa fünf Jahre später als ursprünglich angedacht. © dpa-infocom, dpa:260526-930-130679/1