Datum26.05.2026 09:38
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bürgermeister von Güzelbahce (Izmir), Mustafa Güney von der CHP, wurde im Rahmen von Ermittlungen wegen Bauunregelmäßigkeiten festgenommen. Dies geschieht nach der Absetzung des CHP-Parteiführers Özgür Özel durch ein Gericht. Güney gilt als Unterstützer Özels. Die Festnahme reiht sich in eine Serie von Maßnahmen gegen Oppositionspolitiker ein, was die CHP als politisch motivierte Kampagne der Regierung betrachtet. Die Regierung bestreitet Einflussnahme auf die Justiz.
InhaltSeit der Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel wurden weitere CHP-Politiker festgenommen. Darunter ist der Bürgermeister des Bezirks Güzelbahce in Izmir. Nach der Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel sind weitere Menschen in der Türkei festgenommen worden. Darunter sei der Bürgermeister des Bezirks Güzelbahce in der Metropole Izmir, Mustafa Güney von der größten Oppositionspartei CHP, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Die Polizei habe die Gemeindeverwaltung durchsucht, hieß es. Die Razzia sei im Rahmen von Ermittlungen wegen Unregelmäßigkeiten im Bauwesen durchgeführt worden, hieß es weiter. Auch der Leiter des Bauamts sowie Güneys Ehefrau seien in Gewahrsam genommen worden. Ein Gericht in Ankara hatte vergangene Woche den Parteitag 2023, auf dem Özel zum CHP-Vorsitzenden gewählt worden war, wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt und Özel abgesetzt. An seiner Stelle setzte das Gericht den ehemaligen Parteichef und unbeliebten 77-jährigen Kemal Kılıçdaroğlu ein. Der nun festgenommene Bürgermeister Güney gilt als Unterstützer Özels. Am Mittag wird Özel zu einer Kundgebung in Izmir erwartet. Die Küstenmetropole gilt als Hochburg der säkularen Opposition. Die CHP steht seit Langem unter Druck und sieht sich von einer politisch motivierten Kampagne der Regierung betroffen. Zahlreiche Politiker und Bürgermeister der Partei sitzen in Haft, der prominenteste ist der abgesetzte Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoğlu. Die Regierung weist eine mögliche Einflussnahme auf die Justiz zurück.