Wegen Seeblockade: Bauernpräsident klagt über «dramatische» Düngerknappheit

Datum26.05.2026 09:23

Quellewww.zeit.de

TLDRDer brandenburgische Bauernpräsident Henrik Wendorff schlägt wegen einer dramatischen Düngerknappheit Alarm. Die Blockade der Straße von Hormus, über die 20-30% des Düngemittelhandels laufen, führt zu exorbitant steigenden Produktionskosten für Landwirte. Wendorff fordert kurzfristige Maßnahmen, um die Verfügbarkeit von Dünger als lebensnotwendiges Gut für die Lebensmittelproduktion sicherzustellen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wegen Seeblockade“. Lesen Sie jetzt „Bauernpräsident klagt über "dramatische" Düngerknappheit“. Der brandenburgische Bauernpräsident Henrik Wendorff rechnet wegen der Knappheit bei Düngemitteln mit deutlichen Kostensteigerungen für die Landwirte. "Unsere Produktionskosten werden sich exorbitant erhöhen", sagte Wendorff im RBB-Inforadio. Man brauche insbesondere für die kommende Saison nun Planungssicherheit.  Hintergrund für den Engpass ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg. Nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, kurz FAO, werden im Jahr gewöhnlich 20 bis 30 Prozent der international gehandelten Düngemittelprodukte durch die Meerenge transportiert. Die Golfregion ist wichtig für die Versorgung, weil dort Gas und weitere Vorprodukte für die Düngemittelerzeugung wie Schwefel reichlich vorhanden sind. "Wir bemerken es schon seit Wochen. Dünger ist so teuer wie nie und vor allen Dingen nicht verfügbar", führte der Bauernpräsident aus. "Das sind zwei Dinge, die es bisher so dramatisch nicht gab. Und bekanntlich ist Dünger für uns lebenswichtig und die Situation ist kritisch." Wendorff forderte "kurzfristig Maßnahmen". Düngemittel, das als kritisches Gut anerkannt sei, weil damit Lebensmittel produziert würden, müsse "endlich in ausreichender Qualität und Menge verfügbar" sein. © dpa-infocom, dpa:260526-930-129173/1