Datum26.05.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Autobahn GmbH testet ein KI-gestütztes Frühwarnsystem zur Überwachung alter Brücken. Sensoren erfassen kontinuierlich Daten zu Schwingungen und Materialbewegungen, die von KI analysiert werden, um frühzeitig Schäden zu erkennen und ungeplante Sperrungen zu vermeiden. Elf Brücken im Ruhrgebiet und Bergischen Land werden zunächst mit dieser Technologie ausgestattet. Ziel ist eine optimierte Instandhaltung und eine längere Nutzungsdauer der Brücken, wovon auch Autofahrer profitieren könnten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hightech für alte Brücken“. Lesen Sie jetzt „Frühwarnsystem für Brücken – Hoffnung auf weniger Sperrungen“. Mit Künstlicher Intelligenz (KI) und extrem empfindlichen Sensoren will die Autobahn GmbH den Zustand alter Brücken besser überprüfen. Es gehe darum, kontinuierlich Daten zu Schwingungen, Temperatur oder Materialbewegungen zu erfassen, teilte die Autobahn-Gesellschaft des Bundes mit. "Eine Künstliche Intelligenz analysiert diese Messwerte, erkennt Muster und warnt vor sich anbahnenden Schäden." Im Rahmen eines Pilotprojekts werden zunächst elf Brücken im Ruhrgebiet und im Bergischen Land mit dem KI-gestützten Brückenmonitoring ausgestattet. Die Hoffnung sei, dass Schäden durch die neue Technik so früh bemerkt würden, dass man rechtzeitig handeln und ungeplante Sperrungen vermeiden könne, sagt Tobias Fischer, Geschäftsbereichsleitung Bau und Erhaltung bei der Autobahn GmbH in Essen. Rund 150 Sensoren installieren Techniker im Moment in der Mintarder Brücke an der A52 zwischen Düsseldorf und Essen. Sie sollen bald 100.000 Messwerte pro Sekunde liefern. Um diese riesige Datenmenge auszuwerten und Schäden früh zu erkennen, wird Künstliche Intelligenz eingesetzt. Die Autobahn GmbH hofft durch das KI-gestützte Brückenmonitoring auf einen "echten Paradigmenwechsel" bei der Instandhaltung alter Brücken. "Wenn dieser Ansatz trägt, könnten Deutschlands Brücken künftig nicht nur saniert, sondern verstanden werden – mit deutlich optimierter Nutzungsdauer", heißt es in der Projektbeschreibung. Nach Einschätzung des Automobilclubs ADAC könnte die neue Technik für Auto- und Lastwagenfahrer einen großen Nutzen haben. "Wenn dadurch frühzeitig gehandelt wird und vor allem sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, profitieren alle davon", sagt der Leiter des Fachbereichs Verkehr und Umwelt beim ADAC Nordrhein, Roman Suthold. © dpa-infocom, dpa:260526-930-128504/1