Datum26.05.2026 03:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hessen wurden 2025 neun Frauen von aktuellen oder ehemaligen Partnern getötet, weitere 20 versuchten Tötungsdelikte wurden registriert. Die Zahlen in diesem Bereich schwankten in den Vorjahren. Femizide werden bundesweit noch nicht separat erfasst, da eine einheitliche Definition fehlt. Währenddessen stieg die Zahl der von Familiengerichten verhängten Gewaltschutzanordnungen in Hessen auf 3.952 im Jahr 2025.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Neun Frauen in Hessen 2025 durch Partner getötet“. Neun Frauen sind in Hessen im vergangenen Jahr Opfer von Mord oder Totschlag durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner geworden. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der oppositionellen Landtagsfraktion der Grünen hervor. Daneben wurden 20 weitere Fälle von versuchten Tötungsdelikten erfasst. Im Jahr 2022 wurden in diesem Kriminalitätsbereich laut Ministerium insgesamt 32 Fälle erfasst, 2023 waren es 36 Fälle. 2024 gab es den Angaben zufolge 26 Fälle, darunter auch eine Körperverletzung mit Todesfolge. Geschlechtsspezifische Gewalt beziehungsweise Femizide werden in der polizeilichen Kriminalstatistik derzeit nicht getrennt erfasst. Die Einführung einer eigenständigen Kategorie setze eine bundeseinheitliche Abstimmung voraus, da deren Richtlinien bundesweit gelten, erklärte das Ministerium auf eine entsprechende Frage der Grünen. Voraussetzung dafür sei insbesondere die Festlegung einer einheitlichen Definition von Femizid. Die Zahl der von hessischen Familiengerichten verhängten Gewaltschutzanordnungen ist in den vergangenen fünf Jahren auf zuletzt 3.952 (Stand 2025) gestiegen. 2022 waren laut Justizministerium 3.347 derartige Anordnungen erlassen worden. © dpa-infocom, dpa:260526-930-128435/1