Datum26.05.2026 01:46
Quellewww.zeit.de
TLDRGroßbritannien erlebte den heißesten Maitag seit Beginn der Aufzeichnungen mit einem Rekord von 34,8 Grad Celsius in London. Die Wetterbehörde bezeichnete die Hitzewelle als "beispiellos", da der bisherige Rekord um ganze zwei Grad übertroffen wurde. Wissenschaftler warnen, dass das Land schlecht auf die durch den Klimawandel häufiger werdenden Hitzewellen vorbereitet ist und dringend Anpassungsmaßnahmen, wie die Nachrüstung von Gebäuden mit Klimaanlagen, benötigt.
InhaltIn der britischen Hauptstadt London wurde am Montag ein Höchstwert von 34,8 Grad Celsius gemessen. Die britische Wetterbehörde spricht von einer beispiellosen Hitzewelle. In Großbritannien ist der gestrige Montag laut der nationalen Wetterbehörde der heißeste Tag im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Demnach wurden in den Royal Botanic Gardens in der Hauptstadt London 34,8 Grad Celsius gemessen. Der bisherige Hitzerekord für Mai lag bei 32,8 Grad. Diese Temperatur war sowohl im Jahr 1922 als auch 1944 erreicht worden. Temperaturrekorde würden normalerweise nur um Zehntelgrade gebrochen, teilte die Wetterbehörde mit. Die derzeitige Hitzewelle sei daher "beispiellos". Die Behörde hatte zuvor mögliche Temperaturen von 35 Grad angekündigt. Die hohen Temperaturen sollen auch an diesem Dienstag anhalten. Im Laufe der Woche ist laut der Wetterbehörde eine leichte Abkühlung zu erwarten. Großbritannien hat 2025 sein heißestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass das Land auf die infolge des Klimawandels immer häufiger auftretenden Hitzewellen nicht ausreichend vorbereitet sei. So fehle es etwa laut einem Bericht in vielen Gebäuden an Klimaanlagen. Einem Report der Weltmeteorologie-Organisation zufolge war es im vergangenen Jahr in fast allen Gebieten Europas überdurchschnittlich warm. Der Kontinent ist demnach besonders von der Erderwärmung betroffen.