Datum26.05.2026 01:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Coburger Convent, ein Bund von Studenten- und Absolventenverbindungen, hielt seinen Pfingstkongress ab. Höhepunkt war ein Fackelzug durch Coburg. Kritiker protestierten gegen den Zug und die als nationalistisch empfundene Veranstaltung. Rund 1.700 Teilnehmer zogen, während circa 700 Gegendemonstranten auf den Straßen waren. Die Polizei meldete vereinzelt Straftaten und einen Anschlag auf ein Ehrendenkmal, bezeichnete die Lage aber insgesamt als ruhiger als in den Vorjahren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Coburger Convent“. Lesen Sie jetzt „Fackelzug zieht durch Coburgs Straßen - Gegner protestieren“. Zahlreiche Mitglieder von Studentenverbindungen, Landsmannschaften und Turnerschaften sind in Coburg bei einem Fackelzug durch die Innenstadt gezogen. Der Zug ist der Höhepunkt des Pfingstkongresses des Coburger Convents (CC). Vor allem am Fackelzug stören sich Kritiker der Veranstaltung, so dass es am Abend auch zahlreiche Gegenveranstaltungen gab. Insgesamt kamen nach Polizeiangaben rund 700 Gegendemonstranten zusammen, während an dem Fackelzug etwa 1.700 Menschen beteiligt waren. Dies entspreche in Etwa dem Aufkommen im letzten Jahr. Genaue Zahlen seien gebe es bisher nicht. Die Polizei sprach von einem "üblichen Spektrum" an Delikten wie Diebstählen und Beleidigungen im Rahmen der Veranstaltung. Zusätzlich kam es laut Polizei zu einem Farb- und Buttersäureanschlag auf ein Ehrendenkmal der Stadt Coburg auf dem Theaterplatz. Die Täter seien unbekannt, Spuren gesichert worden. Allgemein sei es aber ruhiger als die letzten Male gewesen, hieß es. Der seit 1951 in der oberfränkischen Stadt tagende Coburger Convent bezeichnet sich als akademischen Verband von Studierenden und Absolventen deutscher und österreichischer Hochschulen, "gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion oder was auch immer die Menschen unterscheidet". Der Verband binde sich nicht parteipolitisch oder konfessionell und erwarte von seinen Mitgliedern, "dass sie sich jederzeit für die Bundesrepublik Deutschland und deren freiheitlich-demokratische und liberal-rechtsstaatliche Ordnung einsetzen". Die Gegner des Coburger Convents betonen hingegen, der Fackelmarsch sei eindeutig politisch aufgeladen. Es müsse "endlich Schluss sein mit dem nationalistischen und kriegsverherrlichenden Schauspiel des Coburger Convents", forderte die Initiative "Studentenverbindungen auflösen". © dpa-infocom, dpa:260525-930-128378/1