Datum25.05.2026 23:03
Quellewww.spiegel.de
TLDRMexikos Präsidentin Sheinbaum kritisiert die USA, da diese die Unterbringung des iranischen Fußballteams während der WM 2026 auf amerikanischem Boden verweigerten. Die FIFA bat daraufhin Mexiko um Hilfe, woraufhin das iranische Team nun in Tijuana untergebracht wird. Diese Entscheidung, die auf Spannungen zwischen den USA und Iran zurückgeführt wird, wirft ein Licht auf die komplizierten Beziehungen beider Länder, trotz ihrer gemeinsamen Ausrichtung der WM.
InhaltVon Tucson nach Tijuana: Irans Fußballer werden nicht in den Vereinigten Staaten, sondern in Mexiko aufschlagen. Die Fifa hat Präsidentin Claudia Sheinbaum offenbar darum gebeten. Die USA wollten nicht, dass die iranische Mannschaft während des Fußballturniers auf amerikanischem Boden untergebracht werde, sagt die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum (63). Sie wirft den Vereinigten Staaten vor, dem Team aus Iran die Aufnahme in das Land faktisch verweigert zu haben. Infolgedessen habe sich die Fifa an Mexiko gewandt und gefragt, ob das Land bereit wäre, einzuspringen. "Unsere Antwort war: Ja, kein Problem, wir haben keinerlei Einwände", erklärt die mexikanische Präsidentin. Als neuer Standort für das WM-Quartier gilt nun offenbar die Grenzstadt Tijuana. Weitere Details würden derzeit noch geprüft. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Diese Episode markiert ein weiteres Kapitel in den zunehmend komplizierten Beziehungen zwischen Mexiko und den USA. Zwar arbeiten beide Länder bei der Ausrichtung der Fußball-WM 2026 eng zusammen, gleichzeitig beherrscht politisches Misstrauen das Verhältnis beider Staaten. Ursprünglich sollte die iranische Nationalmannschaft ihr Quartier in Tucson beziehen. Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, begründete den Wechsel offiziell mit logistischen Vorteilen. Von Tijuana aus sei Los Angeles, wo Iran seine ersten Gruppenspiele gegen Neuseeland und Belgien bestreitet, deutlich schneller erreichbar. Zudem seien Visa- und Einreiseprobleme so einfacher zu lösen. Hintergrund der Debatte ist der militärische Konflikt zwischen Iran und den USA, der Ende Februar eskaliert war. Die Frage, ob iranische Spieler und Funktionäre problemlos in die Vereinigten Staaten einreisen können, hatte zuletzt international für Diskussionen gesorgt. Vertreter des iranischen Verbands trafen sich deshalb eigenen Angaben zufolge zuletzt mit der Fifa in Istanbul, um über die WM-Teilnahme des Landes zu beraten.