Datum25.05.2026 19:11
Quellewww.zeit.de
TLDREin überhitzter Chemietank mit Methylmethacrylat in Kalifornien stellte eine Explosionsgefahr dar, weshalb 50.000 Anwohner evakuiert wurden und der Gouverneur den Notstand ausrief. Ein Riss im Tank hat die Explosionsgefahr nun jedoch gebannt. Die Betroffenen dürfen vorerst nicht zurückkehren. Das Unternehmen entschuldigte sich für die entstandene Unsicherheit und versichert Zusammenarbeit mit den Behörden.
InhaltEin Chemietank nahe Los Angeles drohte, zu explodieren – Zehntausende wurden in Sicherheit gebracht. Durch einen Riss am Tank ist die Explosionsgefahr nun jedoch gebannt. Der Chemietank im US-Bundesstaat Kalifornien droht laut der örtlichen Feuerwehr nicht mehr, zu explodieren. Durch einen Riss im Tank sei der Druck im Inneren abgesenkt worden, sagte Craig Covey von der Feuerwehr im Bezirk Orange County am Morgen (Ortszeit). Die Anwohnenden, die aus Sicherheitsgründen dazu aufgerufen wurden, ihre Häuser zu verlassen, sollten dennoch vorerst noch nicht zurückkehren. Der Tank auf einem Firmengelände südlich der US-Metropole Los Angeles enthält die Chemikalie Methylmethacrylat, die für die Herstellung von Plastikteilen verwendet wird. Er hatte sich am Donnerstag überhitzt; Dämpfe waren ausgetreten. Die Sorge vor einer Explosion war groß: Etwa 50.000 Menschen, die in der sogenannten Gefahrenzone rund um den Ort Garden Grove leben, mussten ihre Häuser verlassen. Sie verbrachten das Wochenende in Hotels, bereitgestellten Notunterkünften oder in ihren Autos. Wegen eines drohenden Chemieunfalls rief Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom daraufhin am Samstag den Notstand für den betroffenen Bezirk in Orange County aus. Der Kontakt mit der Chemikalie kann zu schweren Atemwegsbeschwerden, neurologischen Problemen sowie zu Reizungen der Haut, der Augen und des Rachens führen. Das Unternehmen GKN Aerospace in Garden Grove, auf dessen Firmengelände der Tank zusammen mit anderen steht, hatte den Vorfall Medienberichten zufolge bedauert und sich bei den Einwohnern für die entstandene Unsicherheit entschuldigt. Man werde alles Erdenkliche tun und mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Gefahr abzuwenden, hieß es in einer Mitteilung.