Datum21.11.2025 06:59
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie EU plant, sich direkt an Rohstoffprojekten in Australien zu beteiligen, um ihre Abhängigkeit von chinastämmigen Rohstofflieferungen zu verringern. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic kündigte dies in Melbourne an und gab bekannt, dass eine Liste unterstützter Projekte bald veröffentlicht wird. Ziel ist es, den Zugang zu kritischen Mineralien wie Lithium und Seltenen Erden zu sichern, die für verschiedene Industrien wichtig sind. Finanzierungsmöglichkeiten werden von der Europäischen Investitionsbank und nationalen Förderbanken geprüft.
InhaltDie Europäische Union sucht nach Möglichkeiten, ihre Abhängigkeit von den Rohstofflieferungen aus China zu verringern. Ein Schritt in diese Richtung ist ein Abkommen mit Australien. Die Europäische Union (EU) will sich zur Sicherung ihrer Rohstoffversorgung direkt an Bergbauprojekten in Australien beteiligen. Dies kündigte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Freitag in Melbourne an. Eine Liste mit Projekten, die die EU unterstützen werde, solle "sehr, sehr bald" veröffentlicht werden, sagte Sefcovic vor Journalisten. Er habe am Donnerstag mit der australischen Rohstoffministerin Madeleine King über konkrete Vorhaben und deren Finanzierung gesprochen. Die EU will sich damit den Zugang zu kritischen Mineralien wie Lithium und Seltenen Erden sichern, die für Branchen von der Künstlichen Intelligenz (KI) bis zur Verteidigung von entscheidender Bedeutung sind. Hintergrund sind die Bemühungen der EU, ihre Lieferketten zu sichern und Abhängigkeiten insbesondere von China zu verringern. Zu den Geldgebern könnten die Europäische Investitionsbank (EIB), nationale Förderbanken und Industrieunternehmen gehören.