Datum25.05.2026 16:17
Quellewww.zeit.de
TLDRDie südwestpfälzische Gemeinde Hirschthal belegt im "IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge" den letzten Platz unter fast 11.000 deutschen Kommunen. Die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bewertet die Versorgung mit Infrastruktur wie Ärzten, Schulen und Internet. Haar bei München ist am besten versorgt, Nordrhein-Westfalen führt bei Flächenländern. Ostdeutsche Städte schneiden im Vergleich zu westdeutschen Städten besser ab, während Mecklenburg-Vorpommern am schlechtesten dasteht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gutachten“. Lesen Sie jetzt „Ranking: Hirschthal auf letztem Platz bei Gemeindecheck“. Die südwestpfälzische Gemeinde Hirschthal ist bei einem bundesweiten Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Versorgung von Kommunen mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten auf dem letzten Platz gelandet. Das geht aus dem "IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge" im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris hervor. Es wurden alle fast 11.000 Gemeinden in Deutschland untersucht. Ausgewertet wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" darüber berichtet. Die kleine Stadt Haar bei München ist laut der Studie bundesweit am besten versorgt. Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde falle in die Kategorie "sehr gut" versorgt - insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien "sehr gut" und "gut", teilte das IW in Köln mit. Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt demnach mehr als jede zweite Gemeinde als "sehr schlecht" versorgt. Auch wenn eine westdeutsche Stadt und ein westdeutsches Flächenland vorne liegen, zeigt der große Ost-West-Vergleich ein anderes Bild: 30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als "sehr gut" versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent. Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit. Jenseits der Metropolen schneiden einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt deutschlandweit auf Rang fünf, Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang zehn. Dagegen landen einige Großstädte abgeschlagen auf hinteren Plätzen: Würzburg etwa auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462. © dpa-infocom, dpa:260525-930-127579/1