Datum25.05.2026 16:01
Quellewww.zeit.de
TLDRBei einem Selbstmordanschlag auf einen Zug in Quetta, Pakistan, sind über 30 Menschen gestorben. Die Separatistengruppe Baloch Liberation Army (BLA) bekannte sich zu der Tat und gab an, Sicherheitskräfte und deren Familien als Ziel gehabt zu haben. Die BLA kämpft seit Jahrzehnten gegen die Ausbeutung von Rohstoffen in Belutschistan und kritisiert die ungleiche Gewinnbeteiligung.
InhaltNach dem Anschlag auf einen Zug im Südwesten Pakistans ist die Zahl der Toten gestiegen. Die Separatistengruppe Baloch Liberation Army bekannte sich zu dem Attentat. Nach dem Anschlag auf einen Zug im Südwesten Pakistans ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 30 gestiegen. Das berichteten Mitarbeiter örtlicher Behörden. Die pakistanische Regierung veröffentlichte zunächst keine offizielle Opferzahl. Ein Selbstmordattentäter hatte am Sonntag ein mit Sprengstoff beladenes Auto in einen Zug gerammt, der Sicherheitskräfte und deren Familien in der Provinzhauptstadt Quetta transportierte. Zu dem Anschlag bekannte sich die Separatistengruppe Baloch Liberation Army (BLA). Ziel seien Militärangehörige gewesen, die für die Eid-Feiertage in ihre Heimatorte fahren wollten. Die BLA ist verantwortlich für mehrere Gewalttaten, die sich insbesondere gegen milliardenschwere chinesische Infrastrukturprojekte richten. Die Separatistengruppe kämpft seit Jahrzehnten gegen die aus ihrer Sicht ungerechte Ausbeutung der Bodenschätze in der rohstoffreichen Provinz Belutschistan. Sie wirft der pakistanischen Regierung vor, die lokale Bevölkerung nicht ausreichend an den Gewinnen zu beteiligen.