Demokratische Republik Kongo: Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo steigt auf über 900

Datum25.05.2026 15:32

Quellewww.zeit.de

TLDRIn der Demokratischen Republik Kongo steigen die Ebola-Verdachtsfälle auf über 900, mit 220 bestätigten Todesfällen. Die WHO spricht von einer "Aufholjagd", da die Epidemie schneller voranschreitet als die Maßnahmen. Besonders die Ausbreitung des seltenen Bundibugyo-Typs erschwert die Eindämmung, da weder Impfstoff noch spezifische Therapie existieren. Uganda meldet weitere zwei Fälle bei Gesundheitspersonal. Die WHO fordert angrenzende Länder zum sofortigen Handeln auf.

InhaltDas gefährliche Ebolavirus verbreitet sich laut WHO-Direktor Ghebreyesus rasend schnell, man befinde sich in einer "Aufholjagd". 220 Menschen seien bisher gestorben. Inmitten des Ebolaausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 220 Menschen gestorben. Das teilte WHO-Direktor Tedros ​Adhanom Ghebreyesus mit. Angesichts von Verzögerungen in der Erkennung des Virus sprach er von einer "Aufholjagd". Man fahre Maßnahmen "mit hoher Dringlichkeit" hoch, im Moment sei die Epidemie allerdings "schneller als wir", sagte Ghebreyesus. Er rief die angrenzenden Länder der DR Kongo auf, sofort zu handeln. Laut der WHO gibt es in der DR Kongo, dem Epizentrum des Ausbruchs, mehr als 900 Ebola-Verdachtsfälle. Die Organisation stützt sich dabei auf Zahlen und Daten der Regierungen in den betroffenen Ländern. Im aktuellen Fall wurde das gefährliche Virus erstmals am 15. Mai in der DR Kongo festgestellt. Im Nachbarland Uganda sind zudem zwei weitere Ebola-Fälle bestätigt worden. Damit steigt die Zahl der festgestellten Infektionen in dem ostafrikanischen Land auf insgesamt sieben. Wie das Gesundheitsministerium des Landes weiter mitteilte, hatten die beiden Infizierten als Mitarbeiter im Gesundheitswesen in einer privaten Einrichtung in der Hauptstadt Kampala gearbeitet. Beide würden nun medizinisch behandelt. Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, weil es für den seltenen Bundibugyo-Typ bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.