Datum25.05.2026 15:14
Quellewww.zeit.de
TLDRBei einem Brand in einer Nürnberger Schulsporthalle entstand ein Millionenschaden. Das Feuer griff auf die Dachkonstruktion über. Die Kriminalpolizei bittet nun Zeugen. Die Schulverwaltung sucht nach Lösungen für den Sportunterricht. Das Hauptgebäude der Schule blieb unbeschädigt. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Die Ursache des Brandes ist unklar. Schaulustige wurden aufgefordert, Einsatzstellen zu meiden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Großeinsatz“. Lesen Sie jetzt „Millionenschaden bei Brand in Nürnberger Schulsporthalle“. Beim Brand einer Nürnberger Schulsporthalle ist nach ersten Schätzungen ein Schaden im Millionenbereich entstanden. Die Kripo bittet nun Zeugen, sich zu melden, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte. Das Feuer war am Freitagabend auf dem Gelände einer Grundschule ausgebrochen. Die Flammen griffen auf die gesamte Dachkonstruktion im Inneren der Halle über, der Dachstuhl stürzte ein. Die Stadt begann umgehend mit der Suche nach Alternativen für die Kinder. "Die Schulverwaltung arbeitet bereits intensiv an Lösungen vor allem für den Sportbetrieb der 460 Schülerinnen und Schüler nach den Pfingstferien", teilte die Kommune mit. "Das Hauptgebäude mit den Unterrichtsräumen der Schule sowie dem Hort ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht beschädigt", schilderte die Stadt. Die Feuerwehrleute hatten von vier Drehleitern aus versucht, ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Mit Erfolg, auch wenn weitere von der Schule genutzte Räume in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Feuerwehr war dabei mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sie löschte den Brand noch in der Nacht, doch die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Samstagnachmittag. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht an der Hand verletzt, sonst wurden keine Verletzten bekannt. Bereits als die Feuerwehrleute ankamen, waren große Rauchwolken über der Turnhalle aufgestiegen. Zur Sicherheit wurde die Bevölkerung über verschiedene Warn-Apps aufgefordert, Fenster sowie Türen geschlossen zu halten. Nach Angaben der Einsatzkräfte drückte der giftige Rauch in die Straßen der Innenstadt. Die Feuerwehr warnte, der Rauch könne zu Atemwegsreizungen, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit führen. Um auch die letzten Glutnester löschen zu können, mussten die Einsatzkräfte unter anderem die Blechverkleidung der Halle aufwendig abmontieren. Zudem waren den Angaben zufolge die Oberleitungen der angrenzenden Straßenbahn herausfordernd. Zeitweise waren knapp 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Brandermittler der Polizei sollen in den kommenden Tagen die Halle inspizieren. Warum das Feuer ausbrach, blieb zunächst unklar, ebenso wie die Höhe des Schadens. Hilfsorganisationen forderten während des Einsatzes Schaulustige auf, das Einsatzgebiet zu verlassen. Im Anschluss schilderte der Sanitäts-Einsatzleiter Michael Seitz: "Menschen sind teilweise mit kleinen Kindern an die Einsatzstelle gekommen und standen im Rauch. Das ist extrem gefährlich und für mich völlig unverständlich." Rauchgase seien auch dann gesundheitsschädlich, wenn man die Gefahr nicht sofort sehe oder spüre. "Ich kann deshalb nur eindringlich appellieren: Meiden Sie Einsatzstellen. Gehen Sie nicht aus Neugier oder Sensationslust dorthin. Halten Sie Abstand, halten Sie Zufahrtswege frei und bringen Sie sich, Ihre Kinder und die Einsatzkräfte nicht unnötig in Gefahr." Die Nürnberger Hilfsorganisationen hatten sich zunächst auf deutlich mehr Verletzte eingestellt, weil der Rauch in die Straßenzüge gedrückt wurde. Doch letztlich lief es glimpflicher ab als befürchtet, nur drei Menschen mussten ihr Haus wegen der Rauchentwicklung vorübergehend verlassen. © dpa-infocom, dpa:260525-930-127410/1