Feiertag: «Wir üben Sommer» - Sonne lockt Urlauber an Nord- und Ostsee

Datum25.05.2026 14:20

Quellewww.zeit.de

TLDRSommerliches Wetter lockte über Pfingsten viele Urlauber an Nord- und Ostsee. Trotz voller Strände und Promenaden schätzen Tourismusunternehmen die Gästezahlen als durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich ein. Hohe Spritpreise und gestiegene Saisonpreise für Strandkörbe werden als mögliche Gründe genannt. Hamburg erlebte ebenfalls Andrang an Gewässern und beim Start der Freibadsaison.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Feiertag“. Lesen Sie jetzt „"Wir üben Sommer" - Sonne lockt Urlauber an Nord- und Ostsee“. Sonne und sommerliche Temperaturen haben über das Pfingstwochenende Urlauber an die Ost- und Nordsee gelockt. Eine Mitarbeiterin der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH sagte am Montag: "Der Ort ist voll." Die Ferienwohnungen, die die Gesellschaft vermittle, seien ausgebucht. "Es war nichts mehr zu kriegen über das Wochenende." Eine Mitarbeiterin der Tourismuszentrale Rostock-Warnemünde berichtete am Montag, am Strand tummelten sich viele Badegäste in der Sonne. "Wir üben Sommer." Ähnliches sagte auf Rügen eine Mitarbeiterin von Binzer Bucht Tourismus. Es herrsche reger Betrieb entlang der Strandpromenade, viele Spaziergänger seien unterwegs. "Das Wetter ist sehr schön."  An der Nordseeküste berichtete eine Mitarbeiterin der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, dass der für die Pfahlbauten bekannte Strand gefüllt sei.  Alles in allem fällt die erste Bilanz dennoch gemischt aus. Mitarbeiterinnen von Touristikorganisationen schätzten die Gästezahlen für ein Pfingstwochenende durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich ein - trotz des sommerlichen Wetters. Die Mitarbeiterin in Warnemünde vermutet, dass es einen Zusammenhang zu den hohen Benzin- und Dieselpreisen gibt.  Auch die Mitarbeiterin in Binz sagte, es hänge wohl mit den hohen Tankpreisen zusammen, dass über das Feiertagswochenende etwas weniger als üblich los sei. Die Auslastung der Unterkünfte schätzte sie auf rund 80 Prozent.  Nicht nur das Tanken ist teurer geworden, laut einer Auswertung des NDR sind auch Saisonpreise für Strandkörbe im Vorjahresvergleich leicht gestiegen. Gründe der steigenden Preise sind nach Angaben der Vermieter höhere Lohn- und Transportkosten, wie es in dem Bericht heißt. Tendenziell seien die Körbe an der Ostsee teurer als an der Nordsee. Fernab der Küste zog es die Menschen in der Millionenstadt Hamburg ebenfalls zum Wasser. Entlang der Außenalster drängten sich Spaziergänger und Jogger. Vor den Eisdielen bildeten sich Schlangen. Das "Hamburger Abendblatt" berichtete, dass an der Elbe die Anlegestellen an den Landungsbrücken überfüllt waren. Ab den Landungsbrücken lässt sich der Elbstrand erreichen. Eine Rückmeldung der Hadag zu dem Bericht lag zunächst nicht vor.  Zum Pfingstwochenende begann in Hamburg auch die Freibadsaison. Nach dem Naturbad Stadtparksee öffneten sechs weitere Schwimmbäder. Für eine erste Bilanz war die Betreibergesellschaft der Bäder am Feiertag nicht zu erreichen.  Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) führt ein ausgedehntes mitteleuropäisches Hoch zu dem sommerlichen Wetter. Kühlere Luft, die aus dem Norden nach Deutschland kommt, erwärmt sich deshalb rasch.  Am Montag hatte der Wetterdienst in Hamburg bis 27 Grad vorhergesagt und auf den Inseln in Schleswig-Holstein um die 20 Grad. In Mecklenburg-Vorpommern rechnete der Wetterdienst an der See mit bis 22 Grad.  Der DWD prognostiziert für Dienstag in Hamburg bis 30 Grad und in Schleswig-Holstein im Binnenland weitgehend bis 28 Grad. In Lauenburg kann es demnach wärmer als im Rest des Bundeslandes werden. In Mecklenburg-Vorpommern rechnet der Wetterdienst mit bis 31 Grad. An der Küste ist es kälter. © dpa-infocom, dpa:260525-930-127182/1