Airbus: Qantas muss auf Ultra-Langstreckenflieger A350 bis 2027 warten

Datum25.05.2026 11:25

Quellewww.spiegel.de

TLDRQantas muss auf seine zwölf Airbus A350-1000ULR-Flugzeuge, die für Non-Stop-Flüge von Sydney nach London und New York vorgesehen sind, bis April 2027 warten. Ursprünglich war die Lieferung für Ende 2026 geplant. Airbus begründet die Verzögerung mit Problemen in der Lieferkette. Diese Maschinen, ausgestattet mit zusätzlichen Tanks für bis zu 22 Stunden Flugzeit, sind Teil von Qantas' "Project Sunrise"-Initiative zur Verkürzung der Reisezeiten.

InhaltDie Maschinen sollen nonstop von Sydney nach London und New York fliegen: Qantas hatte 2022 bei Airbus zwölf angepasste Flugzeuge vom Typ A350 bestellt – und muss auf diese nun noch länger warten. Die australische Fluggesellschaft Qantas muss auf zwölf spezielle Langstreckenflieger vom Typ A350 noch länger warten. Die bestellten Flugzeuge seien erst ab April 2027 lieferbar, teilte Airbus am Montag mit. Qantas hatte die Maschinen im Mai 2022 bestellt und die erste Lieferung für Ende des Jahres 2026 erwartet. Die A350-1000ULR-Flugzeuge (für Ultra Long Range) sollen auf sehr langen Non-Stop-Flügen zum Einsatz kommen, etwa auf der Ultra-Langstrecke zwischen Sydney und New York und der Route Sydney – London. Dafür bekommen sie einen zusätzlichen 20.000-Liter-Tank. Mit diesem sollen sie bis zu 22 Stunden in der Luft bleiben können. Lesen Sie hier, welche die längsten Flugstrecken der Welt sind.   Derzeit fliegt Qantas von Sydney nach London mit einem Zwischenstopp in Singapur. Auch auf der Strecke von Sydney nach New York müssen Passagiere mindestens einmal umsteigen. Durch die Direktverbindung soll sich die Reisezeit um bis zu vier Stunden verkürzen. Eine Direktverbindung von Australien nach Großbritannien gibt es derzeit nur ab Perth. Fast 18 Stunden benötigt der Boeing 787 Dreamliner für die mehr als 14.000 Kilometer lange Strecke nach London. Die neuen Verbindungen namens "Project Sunrise" hatte Qantas zuletzt für Mitte 2027 geplant. Dieser Zeitplan könnte sich nun weiter verzögern. Denn nach der Auslieferung der Maschinen sind Testflüge üblich, bevor der reguläre Linienverkehr startet. Airbus sprach von Problemen in der Lieferkette, ohne konkreter zu werden. Marktbeobachter hatten die Auslieferungsprobleme kommen sehen. Die Aktienpreise des Flugzeugbauers sind seit Jahresanfang deutlich gefallen.