Datum25.05.2026 09:54
Quellewww.zeit.de
TLDRChina übt Kritik an der Reise einer deutschen Bundestagsdelegation nach Taiwan und fordert die Einhaltung der "Ein-China-Politik". Laut Chinas Außenamt sendet der Besuch "die falschen Signale" und widerspricht Chinas Ablehnung jeglichen offiziellen Austauschs mit Taiwan. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als Teil ihres Staatsgebiets. Deutschland unterhält zwar diplomatische Beziehungen nur mit Peking, pflegt aber auch den Austausch mit Taiwan. Die deutsche Delegation strebt eine engere Zusammenarbeit mit Taiwan an.
InhaltWegen des Taiwan-Besuchs deutscher Abgeordneter dringt China auf die Achtung der "Ein-China-Politik". Der Besuch sende "die falschen Signale", teilte Chinas Außenamt mit. China hat den Besuch einer Delegation des Deutschen Bundestags in Taiwan kritisiert. Die Volksrepublik habe stets jegliche Form offiziellen Austauschs ihrer diplomatischen Partnerländer mit Taiwan abgelehnt, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning. "Wir fordern die jeweiligen Personen der deutschen Seite auf, sich an das Ein-China-Prinzip zu halten und damit aufzuhören, die falschen Signale an Taiwans Unabhängigkeitskräfte zu senden", sagte sie. Gemäß dem sogenannten Ein-China-Prinzip der Führung in Peking ist Taiwan Teil des Staatsgebietes der Volksrepublik China. Die Bundesregierung verfolgt hingegen eine eigene Politik im Hinblick auf Taiwan. Demnach werden diplomatische Beziehungen nur mit der Volksrepublik unterhalten, aber auch der Austausch mit Taiwan aufrechterhalten. Am Wochenende war eine fünfköpfige Bundestagsdelegation in Taiwan eingetroffen. Ziel der Reise ist der Ausbau der Zusammenarbeit mit der Inselrepublik. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.