Deutsche Wirtschaft: Stellenabbau in der Industrie hält an

Datum25.05.2026 06:33

Quellewww.zeit.de

TLDRTrotz leicht gestiegener Umsätze hält der Stellenabbau in der deutschen Industrie an. Seit 2019 sind über 340.000 Industriejobs verloren gegangen, was etwa jedem 17. Arbeitsplatz entspricht. Obwohl sich im ersten Quartal 2026 eine leichte Erholung des Umsatzes abzeichnet, sank die Beschäftigtenzahl Ende des ersten Quartals 2026 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

InhaltSeit der Coronapandemie ist jeder 17. Job in der Industrie verschwunden. Dieser Trend zum Stellenabbau hält an, obwohl der Umsatz wieder leicht nach oben geht. Trotz der erstmals seit rund drei Jahren gestiegenen ​Umsätze dauert der Stellenabbau in der deutschen Industrie an. Ende des ersten Quartals 2026 lag die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie aus der Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens ​EY hervorgeht. Das entspricht rund 127.300 Jobs weniger als im Vorjahr. Verglichen mit den Zahlen von 2019 sind seit der Coronapandemie 341.500 ⁠Industriejobs verloren gegangen. Das entspricht einem Rückgang um gut sechs Prozent. ​Jeder 17. Industriejob ist demnach verschwunden. Als Grund für den aktuellen Stellenabbau nannte EY die schwache Umsatzentwicklung, bei der sich im ‌ersten ⁠Quartal aber möglicherweise eine Trendwende andeutet: Im ​Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Industrieumsatz den Angaben nach um 1,7 Prozent – nachdem der Umsatz in den vorangegangenen zehn Quartalen jeweils zurückgegangen war. Dieser Artikel wird aktualisiert.