Datum25.05.2026 06:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Nachrichtenpodcast diskutiert die Forderung, die "Brandmauer" zur AfD einzureißen, was in der SPD zu Debatten führt. Es wird untersucht, warum Arbeiter zunehmend die AfD wählen und dieser mehr wirtschaftspolitische Kompetenz zutrauen. Des Weiteren thematisiert der Podcast Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe in der Medizin, trotz angekündigter Maßnahmen von Ärztekammer und der Zweifel von Betroffenen an schnellen Veränderungen.
InhaltEx-Ministerpräsident Torsten Albig empfiehlt der SPD, die Brandmauer einzureißen. Wird die AfD zur neuen Arbeiterpartei? Und: Machtmissbrauch in der Medizin In der SPD wird darüber gestritten, wie die Partei mit der AfD umgehen soll. Auslöser ist Torsten Albig. Der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein hat der SPD geraten, die sogenannte Brandmauer zur AfD infrage zu stellen – und sich bei einzelnen Themen auch auf Mehrheiten mit der AfD einzulassen. Führende Sozialdemokraten widersprachen deutlich. Hinter dem Streit steht auch eine größere Frage: Warum wählen immer mehr Arbeiterinnen und Arbeiter die AfD – also Menschen, die lange als wichtige Wählergruppe der SPD galten? Und warum trauen inzwischen mehr Menschen der AfD wirtschaftspolitisch etwas zu? Im Podcast erklärt Mark Schieritz, stellvertretender Politikchef der ZEIT, ob die AfD wirklich eine neue Arbeiterpartei ist – und warum sie für viele Beschäftigte attraktiv wirkt. Außerdem geht es um sexuelle Übergriffe in der Medizin. Beim 130. Deutschen Ärztetag in Hannover berichteten mehrere Medizinstudentinnen von anzüglichen Kommentaren, unerwünschten Berührungen und Einladungen aufs Hotelzimmer. Der Präsident der Bundesärztekammer nannte die Schilderungen "zutiefst verstörend" und kündigte Maßnahmen gegen Machtmissbrauch an. Viele Betroffene zweifeln aber, dass sich dadurch im Klinikalltag schnell etwas ändert. Junge Ärztinnen und Ärzte sind in ihrer Ausbildung oft stark abhängig von Vorgesetzten: Sie entscheiden über Karrierewege, OP-Erfahrung und den Facharztabschluss. Hanna Grabbe aus dem Wissensressort der ZEIT ordnet ein, warum sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch in der Medizin trotz langer Debatten weiter verbreitet sind – und ob der Auftritt der Studentinnen etwas verändern kann. Und sonst so? Eine Studentin aus Halle gewinnt eine schwedische Insel Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Lisa Pausch Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.