Jasmin Wagner findet manche »Bravo«-Artikel über sich heute »widerlich«

Datum23.05.2026 18:28

Quellewww.spiegel.de

TLDRJasmin Wagner, bekannt als Blümchen, sieht die "Bravo" als Sprungbrett für ihre Karriere, blickt aber kritisch auf einige Artikel zurück. Sie bezeichnete manche Formulierungen als "widerlich" und bloße Effekthascherei. Während die Zeitschrift damals erfolgreich zu ihrem Durchbruch beitrug, wären solche Texte heute aufgrund ihres diskriminierenden Charakters inakzeptabel und würden zur Entlassung von Journalisten führen.

InhaltDie "Bravo" machte Jasmin Wagner als Blümchen berühmt. Auf einige Texte blickt die Sängerin allerdings mit Abscheu. Heute würden Journalisten dafür "gefeuert werden". Die Pop-Sängerin Jasmin Wagner sieht die Zeitschrift "Bravo" als wesentlich für ihren Erfolg als Künstlerin an. Jedoch blickt sie mit gemischtem Gefühl auf einige Artikel über ihre Zeit als Blümchen zurück. Ohne "Bravo" "hätte niemand wahrgenommen, dass es mich gibt", sagt Wagner laut "Bunte"  in der ARD-Dokumentation  "Bravo – Headlines, Hypes und Herzschmerz" zum 70. Geburtstag der Zeitschrift. Anfang der Neunzigerjahre wurden jede Woche ungefähr 1,5 Millionen Exemplare der Zeitschrift verkauft. Wagner feierte 1995 mit dem Lied "Herz an Herz" ihren Durchbruch, regelmäßig brachte die "Bravo" große Berichte über sie. Es seien jedoch auch Geschichten veröffentlicht worden, "die mir nicht gepasst haben, die mich verletzten oder die einfach unwahr waren", so Wagner. "Es war mehr Effekthascherei durch Headlines." Sie erinnert sich an "wirklich widerliche Formulierungen" in Artikeln. "›Blümchens Knospen blühen‹", habe die Zeitschrift einmal über sie geschrieben: "Wie furchtbar." Wenn Journalisten so etwas heute schreiben würden, würden sie "alle gefeuert werden", glaubt Wagner. "Das ist heute ’ne mega Red Flag."