Datum23.05.2026 17:31
Quellewww.zeit.de
TLDRErzgebirge Aue hat den Sachsenpokal nach zehn Jahren Abstinenz durch ein 2:0 gegen den FSV Zwickau gewonnen. Jamilu Collins und Marcel Bär erzielten die Tore für Aue, das den Pokal zum fünften Mal holte. Das Finale fand im ausverkauften GGZ-Stadion vor 9.686 Zuschauern statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landespokal Sachsen“. Lesen Sie jetzt „Aue holt beim Rivalen FSV Zwickau den Landespokal in Sachsen“. Erzgebirge Aue hat erstmals seit zehn Jahren wieder den Sachsen-Pokal gewonnen. Der Drittliga-Absteiger setzte sich im Westsachsen-Duell beim Regionalligisten FSV Zwickau mit 2:0 (1:0) durch und holte somit zum fünften Mal diesen Pokal auf Landesebene. Vor 9.686 Zuschauern im ausverkauften GGZ-Stadion erzielte Jamilu Collins (31. Minute) die Führung für die Erzgebirger, ehe Marcel Bär (90.+3.) den Endstand markierte. Das Finale ließ sich auch Danny Röhl nicht entgehen. Der ehemalige Co-Trainer von RB Leipzig, Bayern München und der DFB-Elf flog nach Platz drei mit Glasgow Rangers in der schottischen Meisterschaft direkt von der Insel zum Endspiel ein und drückte seinen Heimatverein die Daumen. Immerhin erwies sich die GGZ-Arena zuletzt als Festung. Der FSV war seit dem 30. August 2024 seit 31 Partien daheim ungeschlagen. Doch den Sachsen-Pokal haben die Schwäne noch nie gewonnen. Aue konnte letztmals 2016 den Pokal geholt – damals auch gegen Zwickau. Das Westsachsen-Duell - aufgrund der rivalisierenden Fangemeinden als Hochrisikospiel eingestuft - startete mit viel Schwung. Luca Prasse hatte nach neun Minuten die Führung auf dem Fuß, verzog aus Nahdistanz aber vor dem Auer Kasten. Auf der Gegenseite parierte FSV-Keeper Lucas Hiemann glänzend gegen den einschussbereiten Erik Majetschak (13.). Beide Teams, die zuletzt im März 2023 in der 3. Liga (0:2) aufeinandertrafen, lieferten kämpferisch und läuferisch bei den hochsommerlichen Temperaturen voll ab. Kurios: Aues neuer Cheftrainer Khvicha Shubitidze verschoss am 31. Mai 2002 im Sachsenpokalfinale daheim für den FSV einen Strafstoß im Elfmeterschießen gegen Aue. FSV-Trainer Rico Schmitt schaffte einst mit Aue 2010 den Zweitliga-Aufstieg. Die Führung erzielte Collins (31.) mit einem Lupfer über den herausstürmenden FSV-Torhüter Hiemann hinweg, nachdem ihn Luan Simnica mit einem Pass steil geschickt hatte. Nach dem Wechsel kam Zwickau nochmal mit Schwung, drückte Aue tief in die eigene Hälfte. Es fehlte beim Abschluss jedoch an Genauigkeit und Kaltschnäuzigkeit. In der 88. Minute zirkelte der eingewechselte Gunnar Martens einen Freistoß ans Auer Lattenkreuz. Aue reagierte mit dem 2:0 von Torjäger Bär umgehend. © dpa-infocom, dpa:260523-930-121257/1