Datum23.05.2026 16:59
Quellewww.zeit.de
TLDROlaf Scholz soll die neue "Nord-Süd-Kommission" der Bundesregierung leiten. Diese Kommission soll Deutschlands Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens stärken und diversifizieren. Sie wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 ihre Arbeit aufnehmen und Empfehlungen für entwicklungs-, sicherheits- und außenpolitische Interessen ausarbeiten. Ziel ist es, ein globales Netzwerk aufzubauen, was angesichts geopolitischer Herausforderungen als wichtig für Deutschland erachtet wird. Dies entspricht einem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag.
InhaltNeuer Job für den Altkanzler: Olaf Scholz soll die neue "Nord-Süd-Kommission" leiten. Sie soll sich um Deutschlands Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens kümmern. Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll die Bundesregierung künftig beim Ausbau der Beziehungen zu den Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen. Er soll die Leitung einer von der schwarz-roten Koalition geplanten Nord-Süd-Kommission übernehmen. Das hat die ZEIT aus informierten Kreisen erfahren. Zuerst hatte der Tagesspiegel darüber berichtet. Das Entwicklungsministerium bestätigte die Personalie auf Anfrage nicht, erklärte aber, Abstimmungen liefen innerhalb der Bundesregierung weiter unter Hochdruck. Die Nord-Süd-Kommission solle voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2026 einberufen werden, teilte eine Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur dpa mit. Dazu werde es einen Kabinettbeschluss geben. Ziel der Kommission sei es, Empfehlungen für die Bundesregierung zu erarbeiten, um die bilateralen Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens zu diversifizieren, zu intensivieren und zu einem globalen Netzwerk auszubauen, sagte die Sprecherin. Dies sei vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen wichtig und im Interesse Deutschlands. Die Bundesregierung kommt damit einem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag nach. Die Kommission soll insbesondere entwicklungspolitische Aspekte angehen, die aber eng mit sicherheits- und außenpolitischen Interessen verbunden sind und im Einklang mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung stehen sollen. Im Koalitionsvertrag heißt es: "Wir werden die bilateralen Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens intensivieren und zu einem globalen Netzwerk ausbauen. Um dieses Verhältnis zu thematisieren, werden wir eine neue Nord-Süd-Kommission gründen."