Datum23.05.2026 16:46
Quellewww.zeit.de
TLDRDer ADAC erhöht erstmals seit 2020 die Mitgliedsbeiträge ab Januar 2027 um 10 bis 35 Euro jährlich. Grund sind gestiegene Kosten für Energie, Personal und Dienstleistungen, die zu einem Verlust von 17 Millionen Euro im Jahr 2025 führten. Trotz zehnjähriger Beitragserhöhung sollen die 22,7 Millionen Mitglieder von erweiterten Leistungen profitieren, wie beispielsweise beim Abschleppen. Der ADAC erwartet weiterhin eine hohe Nachfrage nach seinen Services.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zuletzt 2020 erhöht“. Lesen Sie jetzt „Nach Millionenverlust: ADAC erhöht Mitgliedsbeitrag“. Zum ersten Mal seit sechs Jahren erhöht der ADAC die Jahresbeiträge. Abhängig von der gewählten Mitgliedschaft sollen die Beiträge für Einzelmitglieder zum 1. Januar 2027 um zwischen 10 Euro und 35 Euro im Jahr steigen, beschlossen die Delegierten auf der Hauptversammlung im rheinland-pfälzischen Speyer. Grund dafür seien höhere Kosten für Energie, Personal, Ersatzteile sowie Abschlepp- und Werkstattleistungen, erklärte der Automobilclub. Das Geschäftsjahr 2025 sei deshalb mit einem Verlust von 17 Millionen Euro abgeschlossen worden. Seit der letzten Erhöhung 2020 seien die Lebenshaltungskosten um 24,4 Prozent gestiegen. "Für eine einzelne Pannenhilfe muss der ADAC inzwischen im Durchschnitt sogar 27 Prozent mehr ausgeben", hieß es. Im vergangenen Jahr verzeichnete der ADAC nach eigenen Angaben 490.000 Neueintritte. Die nun insgesamt 22,7 Millionen Mitglieder sollen nach der Beitragserhöhung aber auch von erweiterten Leistungen profitieren, hieß es: So würden Leistungen angemessen erweitert und Leistungsgrenzen etwa beim Abschleppen erweitert. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen solle es keine Abstriche an Leistungsfähigkeit und Qualität geben, sagte der ADAC-Präsident Christian Reinicke laut Mitteilung. Demnach wurde im vergangenen Jahr in Deutschland durchschnittlich alle 9 Sekunden die Hilfe des ADAC beansprucht, insgesamt über 3,7 Millionen Mal. Und auch für 2026 gehe man von einer hohen Nachfrage aus. © dpa-infocom, dpa:260523-930-121068/1