Rucksäcke für Radfahrer im Test: Aevor, Chrome, Evoc, Deuter, Ortlieb, Vaude und Tatonka

Datum23.05.2026 16:10

Quellewww.spiegel.de

TLDRDieser Artikel testet sieben Radrucksäcke (Aevor, Chrome, Evoc, Deuter, Ortlieb, Vaude, Tatonka) für Pendler und Radreisende. Wichtige Kriterien sind Tragekomfort, Wasserdichtigkeit, Sicherheit und Aufteilung. Ortlieb und Tatonka sind robust und wasserdicht, Aevor punktet mit Handling und geringem Gewicht. Evoc bietet Sicherheit durch Rückenprotektor, während Ergon ergonomisch überzeugt. Chrome und Vaude bieten gute Funktionalität. Entscheidend für die Wahl sind individuelle Bedürfnisse bei Sicherheit, Komfort und Stauraum.

InhaltDer Rucksack ist die einfachste Art, mit dem Fahrrad leichtes Gepäck zu transportieren – vor allem auf dem Weg zur Arbeit, Uni oder Schule. Wir haben Radrucksäcke mit Notebookfach getestet. Dieser Testbericht erschien zuletzt am 14. September 2024. Wir haben zwei neue Produkte getestet und den Artikel aktualisiert. Auf Radreisen und bei Transporten mit viel Gewicht sind Gepäckträgertaschen die erste Wahl. Rucksäcke haben beim Radfahren aber vor allem in Städten ihre Vorteile: Man wechselt etwa schnell zwischen Rad und Bus, ohne das Gepäck umladen zu müssen. Und für Pendlerinnen und Studenten gilt: Ein Notebook wird auf dem Rücken sicherer und sanfter transportiert als in einer rüttelnden Fahrradtasche am Gepäckträger. Dieser Text enthält mit dem Hinweis "Anzeige" gekennzeichnete Affiliate-Links, über die der Verlag, aber nie der Autor individuell, bei Verkäufen eine geringe Provision vom Händler erhält. Bei Radrucksäcken gibt es etwas andere Anforderungen an das Tragesystem als bei Wanderrucksäcken: Während Sie beim Wandern das Gewicht eher auf dem Hüftgurt tragen (sollten), ist dieser auf dem Rad eventuell hilfreich für die Stabilität, muss aber selbst kaum Gewicht halten. Das gilt vor allem, wenn Sie vornübergebeugt fahren. Ein Brustgurt sollte in der Höhe verstellbar sein. Viele Radler benötigen jedoch weder einen Hüft- noch einen Brustgurt. Entweder, weil der Rucksack stabil genug sitzt oder um Zeit zu sparen: Wer häufig kurze Strecken fährt, will nicht wiederholt zwei Gurte schließen müssen, damit sie nicht im Fahrtwind herumflattern. Bei einigen Radrucksäcken lassen sich die Gurte entfernen. Andere Modelle im Test verzichten gleich ganz auf einen Hüftgurt. Am Rücken sind alle Rucksäcke im Test mehr oder weniger gepolstert und auch durchlüftet. Das ist vor allem an warmen Tagen hilfreich, sonst schwitzt man schnell am Rücken. Gleiches gilt für die Gurte. Wir haben mit allen Rucksäcken typische Pendlerfahrten absolviert, inklusive Notebook, DIN-A4-Block und etwas Zubehör (Netzteil, Smartphone, Regenhose). Gefahren wurde sowohl auf einem Touren- oder einem Ctiybike in aufrechter Haltung, als auch auf einem Gravelbike, auf dem man ähnlich sitzt wie auf einem Rennrad. Das Laptopfach haben wir mit einem älteren 15-Zoll-Notebook ausprobiert sowie mit einem kleinen 14-Zoll-Notebook von Apple. Zudem wurden alle Rucksäcke noch mit Einkäufen beladen. Ihren Zweck erfüllen alle getesteten Rucksäcke, für die persönliche Auswahl sind Details entscheidend. Robust und wasserdicht sind die Modelle von Ortlieb und Tatonka. Sie sind im Handling jedoch nicht so bequem wie der Rollpack von Aevor. Beim Tragekomfort auf dem Rad hat das Modell von Ergon die Nase vorn, bei der Sicherheit der Commute Pro 22 von Evoc. Diese Rucksäcke für Radfahrer haben wir getestet Der Commuter Rolltop Pro 30 kann viel. Vielleicht zu viel. Denn einige Features machen den großen Rucksack mit 30 Litern Fassungsvermögen im Alltag gelegentlich umständlich. Aber erst mal das Positive: Selbst bei voller Beladung mit schweren Lebensmitteln sitzt dieser Rucksack sicher und ohne drückt nicht. Das hat mit dem gut gepolsterten und an die Rückenlänge anpassbaren Tragesystem zu tun. Hilfreich sind die Brust- und Hüftgurte, die auch bei gebeugter Haltung für einen stabilen Sitz sorgen. Beide können abgenommen werden, wenn man sie nicht benötigt. Der oben angesetzte Tragegriff, der beim Hantieren in Bus und Bahn hilfreich ist, ist ebenfalls abnehmbar. Das gut gepolsterte Inlay für Notebooks bis zu 15 Zoll verfügt über eine Tasche für Kleinkram oder ein Smartphone und ist herausnehmbar. Der Commuter Rolltop 30 ist absolut wasserdicht. Hier kommen wir zum umständlichen Teil: Der Rollverschluss wird nach dem Einrollen links und rechts mit kräftigen Schnallen fixiert, die jedoch nur in eine Richtung ineinanderpassen. Das erfordert beim Schließen einige Aufmerksamkeit. Hinzu kommt, dass zusätzlich ein Gurt über den Rollverschluss geschlagen und an der Front fixiert werden muss. Klar, doppelt geschlossen hält besser. Aber wer nicht gerade bei Dauerregen eine Alpenüberquerung macht, braucht so viel Robustheit nicht. Beim täglichen Einsatz als Pendlerrucksack zumindest stört das umständliche Öffnen und Schließen. Es gibt lediglich eine einzige flache Außentasche an der Front. Warum sie mit einem wasserdichten Reißverschluss gesichert wird, weiß wohl nur Tatonka. Zur Befestigung von Zubehör mit Bändern verfügt sie über Lasercut-Ausschnitte und ist damit so wasserdicht wie ein Sieb. Innen steckt ein wendbares Inlay, das durch die Ausschnitte entweder eine orangerote Signalfarbe oder – umgedreht – ein Scheinwerferlicht reflektierendes Muster zeigt. Der gut verarbeitete Rucksack wiegt 1312 Gramm und ist in zwei Farben erhältlich. Fazit: Der Commuter Pro 30 ist groß, robust und wasserfest. Er eignet sich für Einkäufe und Pendlerfahrten ebenso wie für Ausflüge. Das Verschließen ist etwas umständlich. Eine weitere Außentasche wäre hilfreich. Vor zwei Jahren hatten wir bereits die erste Version des Rollpack von Aevor im Test. Damals gefielen uns der Tragekomfort, die vielen Nebentaschen und das einfache Handling des leichten Rucksacks. Dabei bleibt es auchbei der Generation 2.0, die nur in Details geändert wurde. So wurde etwa der Tragekomfort verbessert, indem die beiden Tragegurte kräftiger gepolstert wurden und man das Gewicht auf 745 Gramm reduziert hat. Neu ist der Zugang zum Haupt- und Notebookfach: Neben dem schnellen Zugriff über das per Rollverschluss und Klett gesicherte Hauptfach kann die Rückseite des Rucksacks über einen fast komplett umlaufenden Reißverschluss gelöst werden. Der Vorteil: auch große Notebooks (bis 15 Zoll Bildschirmdiagonale) lassen sich schnell und unkompliziert entnehmen. Zudem man kann den Rucksack auf seine Front legen und hat bei umgelegtem Rückenteil Zugriff auf den gesamten Inhalt. Das erspart das Herumkramen in den Tiefen des 26 Liter fassenden Rucksacks. Es bleibt auch bei der neuen Generation des Rollpack bei den beiden Nebentaschen links und rechts, dem großen Helmfach an der Front sowie den drei zusätzlichen Täschchen für Kleinkram im gut gepolsterten Notebook-Inlay. Aber leider auch bei den losen Enden der Hauptgurte: Hier fehlt weiterhin eine Befestigung, sodass die losen Enden vor allem bei gebückter Haltung im Fahrtwind auf die Nieren schlagen können. Es gibt einen verstellbaren Brustgurt, aber keine Befestigungsmöglichkeit an den Hüften. Da sich der Aevor-Rucksack eher an Kurzstreckenpendler mit häufigen Wechseln zwischen Rad- und Fußverkehr richtet, stört der fehlende Hüftgurt nicht. Fazit: Der Rollpack 2.0 ist mit seinem unkomplizierten Rollverschluss und dem zusätzlichen Reißverschluss flexibel. Dazu tragen auch die Nebentaschen bei. Kleinigkeiten wie die flatternden Gurte trüben den guten Eindruck etwas. Die Produkte des deutschen Herstellers Ergon sollen so sein, wie es der Markenname andeutet: besonders ergonomisch. Der BC Urban erfüllt das Versprechen recht gut, zumindest bei mir erwies sich der Rucksack als bequem, auch wenn er mit schweren Einkäufen gefüllt ist. Ein Grund: Das Tragesystem lässt sich in vier Stufen anpassen an die Rückenlänge. So sitzt der kräftig gepolsterte Hüftgurt exakt oberhalb der Hüfte, und die Schultergurte tragen nur einen Teil der Last. Beim Radfahren stört der Gurt aber nicht. Entfernt man ihn, können die überstehenden Bänder in einer kleinen Tasche verschwinden. So flattern sie nicht wie die Enden der Schultergurte. Ergon empfiehlt deshalb, diese zu kürzen, sobald der Rucksack gut sitzt. Das Material aus recyceltem Kunstsoff ist kräftig, wasserabweisend und wirkt robust. Wasserdicht wird der Rucksack erst mit einer separaten Regenhülle, die man zusätzlich kaufen muss für etwa 13 Euro. Das ist etwas ärgerlich, da der BC Urban ohnehin zu den teureren Exemplaren gehört. Die Ausstattung mit Fächern und Taschen ist ausreichend, aber nicht üppig: In der Innentasche gibt es ein gepolstertes Notebookfach, das 15,6-Zoll-Geräte aufnimmt. Dazu kommen zwei kleinere Taschen für Elektronikzubehör, die nicht geschlossen werden können. Außen sitzt eine Tasche mit Reißverschluss sowie eine weitere, die lediglich mit einer Klappe gesichert ist. Nach oben fällt selbstverständlich nur schwer etwas heraus. An einer Ampel könnte irgendjemand aber recht einfach hineinfassen, ohne dass man etwas merkt. Im Hüftgurt lässt sich in einer Reißverschlusstasche ein Schlüssel verstauen, ein Smartphone passt aber nicht hinein. Oben wird der insgesamt 21 Liter fassende BC Urban per Rollverschluss und Klettband geschlossen. Eine Platte am Boden verleiht dem Rucksack mehr Stabilität, kann aber auch herausgenommen werden. Praktisch, aber leider auch nur für 20 Euro zusätzlich erhältlich: ein Paketgurt, mit dem kleinere Pakete hinten auf den Rucksack geschnallt werden können. Im Test waren meine Wege zur Packstation erfolgreich, auch wenn der Rucksack schwer beladen war. Viel größer als ein Schuhkarton darf das Paket aber nicht sein. Fazit: Der Rucksack ist gut verarbeitet und lässt sich auch mit viel Gewicht gut fahren. Aber er ist selbst etwas schwer und die Außentaschen sind nicht optimal. Der Urban Ex Backpack soll ein Rucksack für die Stadt sein. Diese Aufgabe erfüllt er gut: Chrome verwendet ein robustes, wasserfestes Nylongewebe, das genau die richtige Mischung aus Steifigkeit und Flexibilität aufweist. Der Rucksack bleibt aufrecht, wenn man ihn füllt, lässt sich aber auch leicht oben einrollen. Unterstützt wird der Verschluss durch Magnete, die den Verschluss vor dem Rollen in der richtigen Position halten. Links und rechts sind zwei verstellbare Schnallen, je nach Füllstand wird der Rucksack so größer oder kleiner. Chrome gibt das Fassungsvermögen mit 20 bis 25 Litern an. Das Fach für den Laptop ist gut gepolstert. Es gibt innen noch eine größere und eine kleinere ebenfalls gepolsterte Tasche für das Smartphone oder Ladekabel sowie Einsteckmöglichkeiten für Stifte. Außen an der Seite ist eine weitere kleine Tasche, in der flache Gegenstände Platz finden. Sie hat einen abgedichteten Reißverschluss, ist aber nicht gepolstert. Auf der Außenseite des Rucksacks gibt es sechs Laschen aus reflektierendem Material. Das macht den Rucksack nachts sichtbarer. Aber die Laschen können auch ein Fahrradschloss halten – U-Bügel passen ebenso daran wie dünne Ketten- oder Drahtschlösser. Der Urban-Ex-Backpack hat keinen Hüftgurt, aber einen verstellbaren Brustgurt. Dessen Schnalle ist filigran, aber mit etwas Übung gut zu schließen und zu öffnen. Die Hauptgurte sind mit einem Mesh-Gewebe gepolstert. Der Rucksack wiegt 828 Gramm. Während der Radfahrt sitzt der Rucksack trotz fehlendem Hüftgurt sicher und lässt sich auch auf einem Rennrad in gebückter Haltung gut tragen. Allerdings: Chrome hat die Fixierung der losen Enden vergessen. Sowohl die Bänder des Rollverschlusses als auch der Hauptgurte können nicht befestigt werden und flattern im Fahrtwind. Bei schneller Fahrt schlagen sie dem Tester in Rennradhaltung im Wortsinn auf die Nieren. Aua. Fazit: Der Rucksack lässt sich leicht befüllen und ebenso leicht öffnen sowie schließen. Die fehlende Befestigung der losen Enden nervt bei gebückter Haltung am Rennrad und Gravelbike. Der Commute Pro 22 ist hervorragend ausgestattet. Kein anderer Rucksack im Test hat so viele Fächer und Polsterungen wie der Evoc-Rucksack. Das Notebookfach kann mit einem Reißverschluss von der Seite geöffnet werden, das Hauptfach ist mehr als ausreichend für DIN-A4-Dokumente, aber nicht sonderlich hoch. Dort findet man drei kleinere Taschen. Das Notebookfach ist kräftig gepolstert. Im Deckel gibt es innen eine weitere Tasche und außen zwei, die obere ist zusätzlich unterteilt. Die untere Tasche sieht Evoc für Bügelschlösser vor, sie kann aber auch für andere flache Gegenstände genutzt werden. Trinkflaschen finden sowohl außen als auch im Hauptfach Platz. Zu guter Letzt gibt es ein Fach für Smartphones, das allerdings nicht gut mit dem äußeren Flaschenhalter harmoniert. Es findet sich aber ein Plätzchen für das Telefon, alle Fächer sind weich gepolstert. Sogar der Hüftgurt hat eine Tasche, in die ein iPhone 15 Pro Max passt. An die kommt man auch heran, ohne den Rucksack absetzen zu müssen. Der Commute Pro 22 ist mit einem Rückenprotektor ausgerüstet. Mountainbiker, Motorrad- oder Skifahrer werden das vielleicht kennen: In den Rucksack ist eine stabile Platte eingearbeitet, die bei einem Sturz auf den Rücken einen Teil der Energie aufnimmt und verteilt – und so vor Verletzungen der Wirbelsäule schützen kann. Damit das funktioniert, muss der Rucksack richtig sitzen, Brust- und Hüftgurt müssen geschlossen sein. Im Beiheft zum Rucksack gibt Evoc Tipps zum richtigen Einstellen der Gurte. In der täglichen Praxis bedeutet das: Man sollte nicht mit offenem Hüftgurt fahren. Das macht aber ohnehin keinen Spaß, weil dieser sehr lang und breit ist. Der Rucksack sitzt auch mit viel Gewicht gut und bequem. Der leichte Druck auf den Rücken wird durch den Protektor ausgelöst, nicht durch den Laptop. Manche Radfahrer könnten das störend finden, wir kamen damit gut klar. Allerdings haben der Protektor, die Ausstattung und die sehr gute Polsterung auch einen Nachteil: Der Evoc wiegt 1392 Gramm, er ist einer der schwersten Rucksäcke im Test. Unser Testmodell (22 Liter) war das größere von zwei Größen – die Rückenlänge muss ungefähr zum Protektor passen. Personen unter 1,80 Meter Körpergröße könnten zum Modell "S/M" greifen, das dann mit rund 1200 Gramm etwas leichter, aber auch ein wenig kleiner ist. Der Rucksack ist lediglich wasserabweisend. Soll er richtig wasserdicht sein, muss die passende Hülle separat erworben werden. Fazit: Der Commute Pro 22 hat viele Taschen und einen Rückenprotektor. Dadurch wird der Rucksack etwas schwer und auch steif. Wasserfest wird er erst mit einem Regencover. Der Name deutet es an: Der Amager 25+5 gehört zu den großen Rucksäcken, bis zu 30 Liter Gepäck oder Einkäufe finden Platz. Allerdings darf der Rollverschluss dafür nur einmal eingerollt werden. Rollt man mehrmals, kommt man auf 25 Liter. Das dünne Material des Rucksacks wird oben mit Magneten zusammengehalten und faltet sich links und rechts von allein zurecht. Rollen, obere Schnalle schließen – fertig. Das Band für die Schnalle ist nach unten verlängert und teilt sich in zwei Enden. Es kann mit einer weiteren Schnalle geöffnet werden. Die Konstruktion dient als Helmhalter oder kann eine Regenjacke halten. Richtig überzeugend ist die Halterung im Test aber nicht: Der Druck auf den Helm verkleinert das Fach innen, ohne Druck kann ein Helm herausrutschen. Es geht, aber perfekt ist die Lösung nicht. Der Amager hat einen Brust- und einen Hüftgurt. Die Gurte sind sehr gut durchlüftet, man gerät darunter nicht ins Schwitzen. Wer ohne Hüftgurt fahren will, kann ihn in Fächern verschwinden lassen. Komplett entfernen lässt er sich nicht. Anders das gefütterte Innenfach: Es ist mit einem Reißverschluss befestigt und kann entnommen werden. Neben dem Notebookfach gibt es ein weiteres gepolstertes Fach, etwa für Tablets. Außen an der Seite sitzt eine weitere kleine Tasche mit abgedichtetem Reißverschluss. Deuter sieht diese für ein Smartphone vor. Das passt auch – allerdings ist diese Tasche nicht gepolstert und das dünne wasserdichte Material des Amager bietet wenig Schutz gegen Stöße. Wir würden das Smartphone eher innen unterbringen. Weitere Fächer oder Taschen gibt es nicht. An zwei Schlaufen lässt sich außen ein Fahrradschloss festmachen. Kettenschlösser passen hier ebenso wie viele Bügelschlösser. Das weiche Material des Amager verformt sich aber, wenn der Rucksack nicht ausreichend gefüllt ist. Zu schwer sollte das Schloss nicht sein. In der Praxis sitzt der Rucksack mit und ohne Notebook sehr gut am Rücken. Das liegt auch daran, dass es eine integrierte flexible Rückenplatte gibt. Sie passt sich einerseits dem Rücken an, sorgt aber auch dafür, dass weder ein Notebook noch andere Gegenstände in den Rücken drücken. Fazit: Der Rucksack ist groß und trägt sich dennoch sehr gut. Leicht ist er auch. Die Halterung für den Helm kann nicht überzeugen. Der Commuter Daypack ist ein typisches Ortlieb-Produkt: Materialqualität und die Möglichkeit zur Reparatur stehen im Vordergrund. Die beiden Hauptgurte sind mit Schrauben befestigt und können notfalls selbst gewechselt werden, Ortlieb repariert aber auch eingeschickte Produkte. Der Rucksack ist von einer gewissen Nüchternheit geprägt: Die beiden Hauptgurte sind zwar ausreichend breit, aber nicht gepolstert und nicht durchlüftet. Auch Brust- und Hüftgurt sind ungepolstert. Dafür lassen sich die losen Enden an allen Gurten fixieren, sodass sie auch bei schneller Fahrt nicht flattern. Der Hüftgurt kann komplett entfernt werden. Wir würden nicht ohne den Brustgurt fahren wollen, aber auch der lässt sich entfernen und in der Höhe verstellen. Der Commuter Daypack ist ein Rollrucksack. Es gibt keine Unterstützung mit Magneten, aber das Material lässt sich sehr leicht einrollen. Eine Schnalle fixiert den eingerollten Deckel und lässt sich variabel verstellen. Schneller geht kein Rucksack im Test auf und zu. Das Laptopfach ist innen mit Klett fixiert. Es wird ergänzt durch ein weiteres großes Fach mit Reißverschluss, das nicht gepolstert ist und in das DIN-A4-Dokumente passen. Es enthält auch zwei weitere kleine Fächer für Smartphones oder Zubehör. Mit etwas Fummelei lassen sich alle Fächer entfernen. Außen hat der Rucksack noch ein Fach, das mit einem abgedichteten Reißverschluss geschlossen wird. Ortlieb gibt an, dass es nicht wasserdicht sei. Gepolstert ist es nicht. Das Material des Commuter Daypacks ist wasserdicht. Die von uns getestete Version High-Vis enthält eingewebte Reflexionsstreifen, die im Scheinwerferlicht leuchten. Den Effekt sollte man aber nicht überbewerten. Für mehr Sichtbarkeit im Hellen gibt es eine Varianten mit Farben. Wir sind den Commuter Daypack mit Brust- und Hüftgurt gefahren. Die luftgefüllte Rückenpolsterung dämpft gut und sorgt auch für Lüftung am Rücken. Der Sitz des Rucksacks ist auch gut. Die fehlende Polsterung der Hauptgurte spürt man nur bei aufrechtem Sitz und mit viel Gewicht im Rucksack. Fazit: Der Rucksack wirkt robust, langlebig und ist durchdacht. Außerdem ist er mit 863 Gramm leicht. Allerdings mit den 21 Litern Fassungsvermögen auch nicht groß. Der Cycle 22 von Vaude ist mit 780 Gramm fast ebenso leicht wie das Modell von Aevor. Dabei hat Hersteller Vaude nur an den Brust- und Hüftgurten gespart: Beide sind recht dünn, ohne Polsterung und haben kleine Schnallen. Beim Wandern wäre das störend, aber für einen Radrucksack ist das völlig okay: Sie stabilisieren den Rucksack ausreichend. Wer lieber ganz ohne Hüft- oder Brustgurt fährt, kann sie abnehmen. Der Rucksack ist jedoch nicht wasserdicht, sondern nur wasserabweisend. Vaude legt eine Regenhülle mit Gummizug bei, die sich in einem Fach im Rucksack aufbewahren lässt. Bei Fahrten im Regen ohne Hülle zeigt sich, dass erst bei Dauerregen das Innere etwas feucht wird, das Notebookfach bleibt in unserem Test sogar trocken. In der Praxis wird man die Regenhülle wohl selten benötigen. Nicht gespart hat Vaude bei der Ausstattung: Das Notebookfach ist über einen eigenen Reißverschluss von oben erreichbar und gut gepolstert. Im abgetrennten Hauptfach gibt es neben Platz für DIN-A4-Dokumente fünf kleine Taschen in unterschiedlichen Größen. Eine ist verschließbar mit Reißverschluss. In eine andere passen auch große Smartphones, eine ist für USB-Sticks vorgesehen. Zusätzlich gibt es zwei Einschübe für Stifte und eine Lasche mit Klettverschluss für den Schlüsselbund. Am Deckel ist außen ein Netzfach, ein weiteres ist mit einem Reißverschluss gesichert. Ein Fahrradhelm kann außen an Laschen befestigt werden. Die Polsterung am Rücken ist nicht so aufwendig wie bei Deuter oder Evoc, aber (ebenso wie die beiden Hauptgurte) aus luftdurchlässigem Netzmaterial gefertigt. Die Polsterung ist so konzipiert, dass Luft an den Rücken kommt. In der Praxis sitzt der Cycle 22 gut am Rücken. Ein schweres großes Notebook ist spürbar, kleinere kaum. Der Hersteller gibt an, der Cycle 22 sei klimaneutral und aus recyceltem Material hergestellt. Fazit: Der Rucksack ist leicht und flexibel. Die Trennung zwischen Haupt- und Notebookfach erleichtert den Zugriff. Wasserdicht ist er nur mit Hülle. Über welche Produkte wir im Tests-Ressort berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen von den Herstellern. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen. Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen werden uns in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen. Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. Wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind, kaufen wir in einigen Fällen auf eigene Kosten Testgeräte. In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und langfristige Leihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen, bevor sie zurückgegeben werden. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen. Oft werden solche Produkte und Rezensionsexemplare zum Beispiel am Ende eines Jahres gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. In Artikeln des Tests-Ressorts finden sich sogenannte Affiliate-Anzeigen, die Links zu Onlineshops enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link einen dieser Shops und kauft dort ein, wird DER SPIEGEL, aber nie der Autor individuell, in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt. Eine ausführliche Erklärung zu Affiliate-Links finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken.