Datum23.05.2026 15:12
Quellewww.zeit.de
TLDRDie amtierende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wurde erneut mit der Regierungsbildung in Dänemark beauftragt, nachdem frühere Koalitionsverhandlungen gescheitert waren. Sie erhielt das Mandat nach der Königsrunde, bei der Parteien dem König ihre Präferenz für den Verhandlungsführer mitteilten. Dies ist Frederiksens zweiter Versuch, eine Regierung zu bilden und ihre dritte Amtszeit zu sichern, da ihre Sozialdemokraten trotz Verlusten stärkste Kraft blieben.
InhaltDie amtierende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen soll erneut eine Regierung in Dänemark bilden. Zuvor waren mehrere Koalitionsverhandlungen gescheitert. Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Dänemark ist die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Das ist das Ergebnis der sogenannten Königsrunde, die einberufen wurde, nachdem der rechtsliberale Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen mit Koalitionsverhandlungen gescheitert war. Bei der Königsrunde geben alle Parlamentsparteien bei König Frederik X. bekannt, für wen sie sich als Leiter der Regierungsverhandlungen aussprechen. Wer die größte Unterstützung hinter sich vereint, darf als Erstes versuchen, eine Regierung zu bilden. Bereits nach der ersten Königsrunde Ende März hatte Frederiksen dieses Mandat bekommen, bei ihren Verhandlungen aber keinen Durchbruch erzielt. Dann war Lund Poulsen an der Reihe, auch diese Gespräche scheiterten. Dies ist nun der zweite Versuch für Frederiksen seit dem Wahlausgang. Die Entscheidung ermöglicht Frederiksen, sich eine dritte Amtszeit in Folge zu sichern. Ihre Sozialdemokraten sind trotz schwerer Wahlverluste weiterhin die stärkste Kraft im Land. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.