Datum23.05.2026 13:35
Quellewww.zeit.de
TLDRThüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verurteilt die Pläne der AfD, staatliche Leistungen an Kirchen zu streichen. Er bezeichnet dies als Angriff auf christlich-abendländische Werte und den Rechtsstaat. Die AfD in Sachsen-Anhalt plant solche Kürzungen bei einer Regierungsübernahme, wobei ähnliche Absichten auch für Thüringen geäußert wurden. Voigt betont, dass Religionsfreiheit im Grundgesetz verankert ist und Staatsleistungen ein verbrieftes Recht darstellen, nicht ein Geschenk.
InhaltDie AfD will staatliche Leistungen an die Kirche streichen. Für Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt ist das ein "Angriff auf die christlich-abendländischen Werte". Der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt (CDU), hat finanzielle Drohungen der AfD gegen die Kirchen verurteilt. "Wer die Kirchen mit Geldstreichung gefügig machen will, der hat den Rechtsstaat nicht verstanden oder verachtet ihn", sagte Voigt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die AfD in Sachsen-Anhalt will im Fall einer Regierungsübernahme in dem Bundesland die staatlichen Leistungen an die evangelische und katholische Kirche kürzen. Thüringens AfD-Generalsekretär Daniel Haseloff stellte ähnliche Pläne für sein Bundesland in Aussicht, falls die Partei dort an die Regierung kommen sollte. "Was die AfD vorhat, wäre ein Angriff auf die Kirchen, aber auch ein Angriff auf die christlich-abendländischen Werte, die unser Land tragen", sagte Voigt dazu. Der AfD fehle es "generell an Anstand". Die Religionsfreiheit sei im Grundgesetz geregelt. "Und Staatsleistungen sind kein Geschenk der Regierung, sondern verbrieftes Recht." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.