Migration: Dobrindt will bis Jahresende Abkommen über Rückkehrzentren schließen

Datum23.05.2026 10:50

Quellewww.zeit.de

TLDRBundesinnenminister Dobrindt strebt bis Jahresende Abkommen über Rückkehrzentren in Drittstaaten an. Ziel ist die schnellere Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern, auch wenn deren Herkunftsland nicht kooperiert. Dies soll abschreckend wirken. Die Pläne werden mit EU-Partnern und der Kommission ausgearbeitet, wobei die rechtlichen Rahmenbedingungen auf EU-Ebene geschaffen wurden.

InhaltMenschen mit abgelehntem Asylantrag sollen raus aus Deutschland, findet Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Das dürfe auch nicht am Herkunftsland hängen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will bis Jahresende Vereinbarungen über sogenannte Rückkehrzentren in Drittstaaten schließen. Er sei dazu gemeinsam mit EU-Partnern in Gesprächen mit "verschiedenen Ländern", sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Rückkehrzentren sollten "demonstrieren", dass der Weg nach Deutschland "nicht zwingend mit einer Bleibemöglichkeit verbunden" sei, wenn das Ursprungsland nicht kooperiere, sagte er. Vorbereitet werde dieses Vorgehen mit Partnerländern wie Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Griechenland in Abstimmung mit der Europäischen Kommission, sagte Dobrindt. Auf EU-Ebene seien dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen worden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.