Datum23.05.2026 09:13
Quellewww.zeit.de
TLDREine parteiübergreifende Bundestagsdelegation reist nach Taiwan, um Präsident Lai Ching-te zu treffen. Die Abgeordneten ignorieren erwartete Proteste aus China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet. Deutschland erkennt die Volksrepublik China an und unterhält keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan, obwohl die Insel nie Teil Chinas war.
InhaltEine parteiübergreifende Gruppe aus Parlamentariern plant ein Treffen mit dem Staatspräsidenten von Taiwan. Kritik aus China wollen die Abgeordneten ignorieren. Eine Delegation des Bundestags will in den kommenden Tagen nach Taiwan reisen. Die fünf Abgeordnete aus den Parteien CDU, AfD, Linke und Grüne werden an diesem Sonntag in der Hauptstadt Taipeh erwartet, wo sie unter anderem Präsident Lai Ching-te treffen sollen – trotz der zu erwartenden Proteste vonseiten Chinas. "Es gibt sehr viel Unterstützung für Taiwan im Deutschen Bundestag", sagte der Grünen-Abgeordnete Till Steffen, der als Vorsitzender des Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh die Delegation anführt. "Ich würde China empfehlen, sich nicht einzumischen." Die Führung in China betrachtet Taiwan als Teil des chinesischen Territoriums und droht immer wieder damit, die Insel zu erobern. Tatsächlich hat Taiwan nie zur 1949 gegründeten kommunistischen Volksrepublik China gehört. Von diplomatischen Partnern verlangt die chinesische Regierung dennoch, keinerlei offizielle diplomatische Beziehungen mit Taiwan zu unterhalten. Daran hält sich auch Deutschland. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.