Einwanderungspolitik: USA verschärfen Zugang zur Greencard

Datum23.05.2026 05:58

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA verschärfen die Greencard-Regeln. Anträge müssen künftig aus dem Ausland gestellt werden, um illegale Einwanderung zu unterbinden. Zuvor konnten sich Besucher unter bestimmten Bedingungen auch in den USA bewerben. Diese Änderung zielt darauf ab, Zeitarbeitskräfte und Studenten von einer unerlaubt langen Aufenthaltsdauer abzuhalten und abgeschobene Personen aufzuspüren. Die Maßnahme ist Teil von Trumps Bemühungen, die irreguläre Migration einzudämmen.

InhaltDie US-Regierung erhöht die Hürden für die Greencard: Die Antragsteller müssen sich künftig im Ausland aufhalten. Das soll illegale Migranten abschrecken. Die US-Regierung erschwert den Zugang zur sogenannten Greencard. Wer sich auf den dauerhaften Aufenthaltsstatus bewerben möchte, muss den Antrag künftig durchweg aus dem Ausland stellen. Das teilte die zuständige Einwanderungsbehörde Uscis mit. Ausnahmen gebe es nur bei "außergewöhnlichen Umständen". Effektiv setzt die US-Regierung damit höhere Hürden für den Erhalt der Greencard. Bisher war es Urlaubern, Studierenden oder anderen Besuchern mit begrenztem Aufenthaltsrecht unter bestimmten Bedingungen möglich, sich auch in den USA auf eine Greencard zu bewerben. Nach Angaben der Washington Post hielt sich bisher mehr als die Hälfte aller Greencard-Bewerber bei Antragstellung in den USA auf. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass die Absicht auf einen längeren Aufenthalt nicht von Beginn an bestand. Wie der Sprecher der Einwanderungsbehörde, Zach Kahler, erläuterte, will die US-Regierung vor allem Zeitarbeiter, Studenten und andere Besucher davon abhalten, länger als geplant in den USA zu bleiben. "Ihr Besuch sollte nicht als erster Schritt im Greencard-Prozess dienen", sagte Kahler. Die neue Regelung solle verhindern, dass Menschen nach einer verweigerten Greencard illegal in den USA bleiben und dann von den Einwanderungsbehörden für eine Abschiebung aufgespürt werden müssten, sagte der Behördensprecher. US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die irreguläre Migration zu einem der Hauptanliegen seiner Präsidentschaft gemacht und auch legale Wege für eine Einwanderung in die USA eingeschränkt. Bundesbeamte verfolgen seit Trumps Amtsantritt eine harte Abschiebepolitik – ihr oft gewaltsames Vorgehen hat innerhalb der US-Bevölkerung viel Protest hervorgerufen und zu teils langwierigen Gerichtsverfahren geführt.