Schwimmen: Ministerium: Schwimmen können ist eine Lebensversicherung

Datum23.05.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Mecklenburg-Vorpommern, einem Bundesland mit vielen Gewässern, ist Schwimmen lebenswichtig, besonders für Kinder. Zwar bieten alle Grundschulen Schwimmunterricht an, doch nur knapp die Hälfte der Viertklässler war letztes Jahr sichere Schwimmer. Um dies zu ändern, wurde ein Schwimmkonzept eingeführt und die Förderung für „Schwimmstarter-Kitas“ verdoppelt. Neu ist auch eine Schwimmfibel für Eltern. Die Nichtschwimmerquote sinkt kontinuierlich.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schwimmen“. Lesen Sie jetzt „Ministerium: Schwimmen können ist eine Lebensversicherung“. In einem Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 1.700 Kilometern Küste und mehr als 2.000 Seen ist schwimmen können besonders wichtig - gerade auch für Kinder. Dennoch galt im vergangenen Jahr nur knapp die Hälfte aller Schüler am Ende der vierten Klasse als sichere Schwimmer, obwohl laut Bildungsministerium alle Grundschulen Schwimmunterricht angeboten haben. Doch es gibt Fortschritte, wie es hieß. Der Anteil der Nichtschwimmer am Ende der Grundschule sank den Angaben zufolge von 26,2 Prozent im Jahr 2022 über 17,9 Prozent im Jahr 2024 auf 14,3 Prozent im Jahr 2025. Der Anteil der sicheren Schwimmer sei im gleichen Zeitraum von 29,4 Prozent auf 46,3 Prozent gestiegen. Für 2026 stehen die Zahlen laut einer Ministeriumssprecherin noch aus.  Vor zwei Jahren hatte Mecklenburg-Vorpommern ein Schwimmkonzept eingeführt. Das Ziel: Alle Kinder sollen die Grundschule als sichere Schwimmerinnen und Schwimmer verlassen. Kernpunkt des Konzepts ist ein verlässlicher Schwimmunterricht. Nun rücken kleinere Kinder verstärkt in den Fokus - die Angst vor dem Wasser soll so früh wie möglich genommen werden. So können Kindertagesstätten in MV "Schwimmstarter-Kitas" werden und schon die Jüngsten ans Wasser gewöhnen. "In den Jahren 2026 und 2027 hat das Land die jährliche Förderung für Kindertageseinrichtungen von bislang 15.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht. Dadurch können wir doppelt so viele Kindertageseinrichtungen in das Projekt einbeziehen", erläutert Ministerin Simone Oldenburg (Linke). Neu ist nach ihren Worten eine Schwimmfibel mit dem Titel "Das Wasser und ich!", die sich in erster Linie an die Eltern richte. Sie werde in Kooperation mit der Stiftung "Deutschland schwimmt" den Kindertageseinrichtungen zur Verfügung gestellt. "Die in der Schwimmfibel enthaltenen Übungen können in der Kindertageseinrichtung, aber auch zu Hause oder im Schwimmbad durchgeführt werden."  Die erste Herausforderung sei das bewusste Luftanhalten, heißt es etwa in der Broschüre. Das könne gemeinsam mit den Eltern an Land geübt werden: "Wer kann länger die Luft anhalten? Mama, Papa oder du? Wir zählen die Sekunden!" Ein weiteres hilfreiches Spiel ist demnach, Tischtennisbälle an der Wasseroberfläche vorwärtszupusten. Die Broschüre ist laut Bildungsministerium im Internet auf dem Bildungsserver des Landes MV abrufbar. © dpa-infocom, dpa:260523-930-119254/1