Datum23.05.2026 01:24
Quellewww.zeit.de
TLDRDie DLRG warnt angesichts sommerlicher Temperaturen zum Beginn der Badesaison vor den Gefahren eiskalter Gewässer. Kalte Wassertemperaturen (oft nur 16-18°C) können trotz warmer Luft zu Kreislaufschocks führen. Besonders gefährdet sind Ältere, aber auch junge Menschen sollten vorsichtig sein. Alkohol erhöht das Risiko, Übermut und mangelnde Aufsicht sind häufige Ursachen für Badeunfälle. Die DLRG empfiehlt, abgekühlt ins Wasser zu gehen, an bewachten Stellen zu schwimmen und die Aufsichtspflicht nicht zu vernachlässigen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sommerliche Pfingsten“. Lesen Sie jetzt „Vorsicht beim Anbaden - Was der DLRG rät“. Sonne, Temperaturen um die 30 Grad und dann ein Sprung ins kalte Wasser? Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnt zum Start der Badesaison zur Umsicht. "Natürlich freuen wir uns auf die neue Saison, aber diese Vorfreude wird ein bisschen dadurch getrübt, dass das Wasser noch so kalt ist", sagt Michael Hohmann, Präsident der DLRG Hessen. Denn: Wer ohne Abkühlung ins kalte Wasser springe, riskiere einen Kreislaufschock. Das sei alljährlich zum Start des Badewetters ein großes Thema. Die Außentemperatur werde am Wochenende sehr warm oder gar heiß sein, "aber wir haben in vielen Badeseen eben noch Wassertemperaturen von 16 bis 18 Grad. Und wenn man einfach in Wasser springt, das übermäßig kalt ist, kann das tödlich ausgehen." Im Langener Waldsee beispielsweise, dem größten Badesee im Rhein-Main-Gebiet, liegt die aktuelle Temperatur bei rund 16 Grad, im Königssee in Zellhausen (Kreis Offenbach) bei 18 Grad. Am Badesee Bensheim (Kreis Bergstraße) werden derzeit 17 Grad gemessen. Insbesondere für Ältere könne der Sprung ins kühle Nass lebensbedrohlich sein. Aber auch junge und gesunde Menschen sollten achtsam sein. Und: Mit Alkohol im Blut steigt das Risiko laut DLRG zusätzlich. Generell rät der Experte, abgekühlt in Wasser zu gehen, an bewachten Badestellen zu schwimmen und nicht bei Gewitter zu baden. Zudem warnt Hohmann vor Übermut: "Die Statistik zeigt, dass es überwiegend Männer sind, die untergehen." Die seien oftmals besonders übermütig und leichtsinnig. Auch gelte es, auf andere zu achten - besonders für Eltern: "Wir sagen immer: Du bist die Aufsicht für Dein Kind. Man kann die Verantwortung nicht am Eingang des Freibades oder am Eingang zum Badesee abgeben." Zudem sei der Beginn der Badesaison eine gute Gelegenheit, einfach mal wieder die Schwimmabzeichen zu wiederholen. Laut DLRG starben 2025 in hessischen Gewässern 19 Menschen, 2024 waren es nur 12 gewesen. Deutschlandweit sank die Zahl der Badetoten den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 18 auf 393. © dpa-infocom, dpa:260522-930-119017/1