Freihandel: Europäische Union und Mexiko unterzeichnen Handelsabkommen

Datum22.05.2026 23:25

Quellewww.zeit.de

TLDRDie EU und Mexiko haben ihr bestehendes Handelsabkommen erweitert, um ihre Abhängigkeit von den USA zu verringern. Das neue Abkommen, unterzeichnet von Ursula von der Leyen und Claudia Sheinbaum, beseitigt Zölle auf eine breitere Palette von Gütern, einschließlich Agrarprodukten, Dienstleistungen und digitalem Handel. Dies soll beiden Seiten Vorteile bringen, insbesondere der europäischen Landwirtschaft, indem mexikanische Schutzzölle abgebaut werden.

InhaltAngesichts der US-Zollpolitik haben die EU und Mexiko ein Handelsabkommen geschlossen. Kommissionspräsidentin von der Leyen spricht von vielen Vorteile für beide Seiten. Mit der Unterzeichnung eines Handelsabkommens wollen Mexiko und die Europäische Union (EU) ihre Abhängigkeit von den USA verringern. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum unterzeichneten dafürbeim EU-Mexiko-Gipfeltreffen in Mexiko-Stadt eine Erweiterung des bestehenden Handelsabkommens aus dem Jahr 2000, das sich auf Industriegüter beschränkte. Die Neufassung des Abkommens schafft zahlreiche Zölle auf beiden Seiten ab. Neben Industriegütern ​kommen Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen, digitaler Handel, Investitionen und Agrarprodukte hinzu. "Die EU und Mexiko haben sich zu einer engen strategischen Partnerschaft verpflichtet", teilte von der Leyen mit. Das erweiterte Handelsabkommen werde "beiden Seiten viele Vorteile bringen". Besonders die europäische Landwirtschaft dürfte profitieren: Mexiko schütze seine eigene Produktion bislang mit hohen Zöllen gegenüber EU-Importen, nun sollen zahlreiche Aufschläge wegfallen. Für fast alle Waren, darunter mexikanisches Geflügel und europäischer Käse, wird ein zollfreier Zugang gewährt, wenn auch mit einer Begrenzung durch Quoten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.