German Startup Awards: DeepL-Chef wird trotz großem Jobabbau «Gründer des Jahres»

Datum21.05.2026 22:42

Quellewww.zeit.de

TLDRJarek Kutylowski, CEO von DeepL, wurde trotz eines kürzlichen Stellenabbaus zum "Gründer des Jahres" bei den German Startup Awards ernannt. Die Auszeichnung würdigt seine innovative KI-Übersetzungslösung, die weltweit die Sprachbarrieren überwindet. Die Jury lobte die technologische Leistung und die globale Wirkung des Unternehmens. Auch Julie Lepique von femtasy wurde geehrt. Bundeskanzler Merz betonte die Wichtigkeit von Start-ups für Deutschland und forderte bessere Rahmenbedingungen sowie eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an der Wertschöpfung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „German Startup Awards“. Lesen Sie jetzt „DeepL-Chef wird trotz großem Jobabbau "Gründer des Jahres"“. Der Chef des Kölner KI-Startup DeepL musste Anfang Mai jede vierte Stelle im Unternehmen streichen und wurde nun trotzdem bei den "German Startup Awards" als "Gründer des Jahres" ausgezeichnet. Jarek Kutylowski habe mit DeepL eine intelligente KI-basierte Übersetzungslösung geschaffen, die Menschen weltweit eine einfache und präzise Verständigung über Sprachgrenzen hinweg ermögliche, heißt es in der Begründung des Startup-Verbandes.  Kutylowski hatte Anfang Mai angekündigt, die Belegschaft von DeepL um etwa 250 Stellen zu reduzieren. Um effektiv mit KI zu arbeiten, seien kleinere, wirkungsvollere Teams mit einem schärferen Fokus und klareren Zuständigkeiten erforderlich, begründete der Firmengründer seine Entscheidung. DeepL steht im harten Wettbewerb mit US-Konzernen wie Google, Microsoft und OpenAI.  Als Gründerin des Jahres wurde Julie Lepique (Berlin) ausgezeichnet. Die Gründerin und Chefin der Plattform femtasy habe "mit ihrem Unternehmen als internationale First Moverin eine neue Content-Kategorie im Bereich Audio-Erotik geschaffen".  Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterstrich auf der Galafeier im Palais am Funkturm die große Bedeutung von Start-ups für den Standort Deutschland: "Ohne Innovationsfähigkeit und ohne Wettbewerbsfähigkeit geht es in unserem Land nicht. Das sind Werte, für die sie mit ihrer ganzen Leidenschaft stehen", sagte der Kanzler vor rund 600 Vertretern der Start-up-Szene. Der Staat sollte Start-ups den roten Teppich ausrollen. "Wir haben damit in der Bundesregierung begonnen, das zu tun." Der Kanzler setzte sich dafür ein, die Arbeitnehmer über die Finanzmärkte an der Wertschöpfung der Volkswirtschaft stärker zu beteiligen. "Auf den Sparbüchern und Sichteinlagen liegen rund drei Billionen Euro. Da gehören sie nicht hin. Sie gehören in den Kreislauf unserer Volkswirtschaft." © dpa-infocom, dpa:260521-930-113550/1