Datum21.05.2026 20:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Görlitz wurde die dritte Leiche nach einem Hauseinsturz gefunden, mutmaßlich ein vermisster 48-Jähriger. Zuvor wurden zwei 25 und 26-jährige Touristinnen aus Rumänien geborgen. Die Suche ist beendet. Die Ursache des Einsturzes des Gründerzeithauses, das Miet- und Ferienwohnungen enthielt, ist unklar; ein Gasleck wird vermutet.
InhaltIn den Trümmern des eingestürzten Hauses in Sachsen haben Helfer die Leiche eines Mannes gefunden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen vermissten 48-Jährigen. Die Suche sei beendet, teilte die Polizei mit. Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der sächsischen Stadt Görlitz haben Helfer eine dritte Leiche entdeckt. Es handle sich um einen Mann - mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten 48-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Der Tote werde nun in der Rechtsmedizin untersucht. "Die Vermisstensuche ist jetzt beendet", sagte der Sprecher. Bereits zuvor wurden zwei Leichen in dem Schutthaufen geborgen. Nach Polizeiangaben sind es die zwei Frauen aus Rumänien, die als Touristinnen nach Görlitz kamen – 25 und 26 Jahre alt. Die Leichname werden für weitere Untersuchungen in die Rechtsmedizin gebracht. Ergebnisse werden erst in den kommenden Tagen erwartet. Die "Sächsische Zeitung" berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Leiche des Mannes sei im Kellerbereich des eingestürzten Hauses entdeckt worden. Die Identifizierung gestalte sich auch deshalb schwierig, weil auf dem Körper enormes Gewicht des Schutts gelastet habe. Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend aus bislang ungeklärter Ursache eingestürzt. Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) vermutet ein Gasleck. Nach den drei Vermissten war unermüdlich gesucht worden; unter anderem auch mit Spürhunden. Teils arbeiteten sich die Einsatzkräfte auch mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg. Beim Bergen von Trümmerteilen waren auch mehrere Radlader, Bagger und Kräne im Einsatz. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der östlich gelegenen polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen. Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der James-von-Moltke-Straße in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs. Der Bereich um das Haus wurde nach dem Einsturz weiträumig evakuiert und abgesperrt.