Datum21.05.2026 17:55
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bundestag hat mehrheitlich für die Digitalisierung des polizeilichen Führungszeugnisses gestimmt. Zukünftig soll es neben der Papierform auch als PDF-Dokument erhältlich sein, inklusive QR-Code zur Echtheitsprüfung. Voraussetzung ist ein BundID-Konto und ein Online-Ausweis. Diese Neuerung, die jährlich rund fünf Millionen Führungszeugnisse betrifft, soll die Verwaltung vereinfachen. Der Bundesrat muss noch beraten.
InhaltStatt auf grünem Sonderpapier kann das Führungszeugnis bald auch im PDF-Format erstellt werden. Die Mehrheit im Bundestag stimmte für eine Gesetzesänderung. Das polizeiliche Führungszeugnis soll es in Zukunft auch in digitaler Form geben. Diese Gesetzesänderung beschloss der Bundestag mehrheitlich. Noch dieses Jahr soll das Dokument sowohl in Papierform als auch im digitalen PDF-Format erhältlich sein. Der Bundesrat muss noch über die Gesetzesänderung beraten. Seine Zustimmung ist zwar nicht notwendig, doch das Gremium kann den Vermittlungsausschuss anrufen. Voraussetzung für die Beantragung des digitalen Führungszeugnisses ist demnach das BundID-Konto und ein Personalausweis mit Online-Funktion. Um Fälschungen vorzubeugen, soll es auf dem digitalen Zeugnis einen QR-Code geben, mit dem die Echtheit des Dokuments durch eine App überprüft werden kann. Wer kein BundID-Konto anlegen kann, muss das Dokument weiterhin in gedruckter Form beantragen. "Das digitale Führungszeugnis kommt und wird vielen Menschen das Leben erleichtern", sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD). "Wenn wir Verwaltung konsequent digital denken, profitieren alle davon. Genau so muss moderne Justizverwaltung aussehen", sagte Hubig über die geplante Änderung. Das polizeiliche Führungszeugnis gibt Auskunft darüber, ob jemand vorbestraft ist. Es muss für verschiedene berufliche und ehrenamtliche Tätigkeiten vorgelegt werden, etwa in der Kinder- und Jugendarbeit. Jährlich werden laut Bundesjustizministerium rund fünf Millionen Führungszeugnisse ausgestellt.