Bekämpfung aus der Luft: Hubschrauber versprüht Biozid gegen Eichenprozessionsspinner

Datum21.05.2026 16:27

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Mecklenburg-Vorpommern wird erstmals seit drei Jahren der Eichenprozessionsspinner per Hubschrauber bekämpft. Ein Spezialhubschrauber versprüht ein biologisches Insektizid auf einer 405 Hektar großen Fläche im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Ziel ist die Abwehr gesundheitlicher Gefahren, da die Brennhaare der Raupen schwere allergische Reaktionen auslösen können. Das Mittel, Foray ES, ist für Menschen und Wirbeltiere ungiftig und beeinträchtigt nur die Schmetterlingsraupen. Die Aktion, die bei trockenem und windstillem Wetter durchgeführt wird, soll zwei Tage dauern und wird in besonders befallenen Eichenalleen eingesetzt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bekämpfung aus der Luft“. Lesen Sie jetzt „Hubschrauber versprüht Biozid gegen Eichenprozessionsspinner“. Erstmals seit drei Jahren wird der Eichenprozessionsspinner in Mecklenburg-Vorpommern mit einer großangelegten Aktion per Hubschrauber bekämpft. Ein mit Sprüharmen ausgestatteter Spezialhubschrauber fliegt derzeit im Landkreis Ludwigslust-Parchim eine etwa 405 Hektar große Fläche ab, um ein biologisches Insektizid gegen die giftigen Schmetterlingsraupen einzusetzen, wie Kai Gloyna vom Landesamt für Gesundheit und Soziales sagte. "Die Maßnahme dient der Abwehr gesundheitlicher Gefahren", hieß es in einer Mitteilung des Landkreises. Die mikroskopisch kleinen Brennhaare der Raupen können schwere allergische Reaktionen bei Menschen auslösen. Die Aktion solle binnen zwei Tagen abgeschlossen sein, sagte Gloyna. Während des Sprühens komme es zeitweise zu Sperrungen von Land- und Bundesstraßen im Landkreis.  Damit das Insektizid versprüht werden kann, müsse es trocken und möglichst windstill sein, sagte Gloyna. Die bislang letzte Aktion hatte 2023 stattgefunden. Nun hat sich die Population wieder erholt. Gesprüht werden soll in besonders stark mit Raupen des Eichenprozessionsspinners befallenen Eichenalleen. Bei dem Mittel handelt es sich laut Landkreis um Foray ES, ein Biozid auf Basis eines Bodenbakteriums. Dieser Wirkstoff werde vom Umweltbundesamt für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners empfohlen. "Er ist ungiftig für Menschen und andere Wirbeltiere und wirkt nur auf Schmetterlingsraupen", teilte der Landkreis mit. Bienen und andere Insekten seien nicht von dem Einsatz betroffen. © dpa-infocom, dpa:260521-930-112243/1