Datum21.05.2026 16:17
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris weist Vorwürfe der politischen Einflussnahme bei der Verlegung einer Lesung des Aktivisten Arne Semsrott vehement zurück. Semsrott hatte behauptet, nach "politischem Druck" von der Stadtbibliothek ausgeladen worden zu sein. Borris betont, dass weder sie noch ihre Verwaltung die Absage der Lesung oder die Beendigung der Kooperation veranlasst hätten. Die Veranstaltung findet nun im Kulturzentrum Moritzhof statt.
InhaltEine Lesung des Aktivisten Arne Semsrott in Magdeburg wurde verlegt, dieser vermutet politische Einflussnahme. Die Oberbürgermeisterin stellt die Geschehnisse anders dar. Im Streit um eine Lesung des Aktivisten und Autoren Arne Semsrott in Magdeburg hat die parteilose Oberbürgermeisterin Simone Borris eine politische Einflussnahme abgestritten. "Eine Entscheidung oder Weisung meinerseits, die Veranstaltung abzusagen, die Lesung zu untersagen oder die Kooperation der Stadtbibliothek zu beenden, hat es nicht gegeben", sagte Borris in einer öffentlichen Sitzung des Stadtrates. Semrotts Lesung zu seinem neuen Buch "Gegenmacht – Die Zivilgesellschaft schlägt zurück"sollte am 5. Juni ursprünglich in der Magdeburger Stadtbibliothek stattfinden. Nach Semrotts Darstellung hat die Stadtbibliothek ihn "nach politischem Druck" ausgeladen. Stattdessen findet die Lesung jetzt im Kulturzentrum Moritzhof statt. Die Stadt habe nichts damit zu tun, dass die Veranstaltung dort stattfinden könne, sagte Semsrott im Deutschlandfunk Kultur. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.